zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 20:03 Uhr

Rellingen : „Flüchtlinge willkommen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neujahrsempfang der Grünen: Finanzministerin Monika Heinold erinnert in Rellingen an humanitäre Verpflichtung Flüchtlinge aufzunehmen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 15:00 Uhr

Rellingen | „Die Kosten dürfen kein Grund sein, Flüchtlinge nicht aufzunehmen. Wir haben da eine humanitäre Verpflichtung.“ Die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen), Ehrengast beim Neujahrsempfang der Rellinger Grünen, sprach gestern Vormittag deutliche Worte. „Willkommen denjenigen, die zu uns kommen. Wir sind für euch da“, sagte die Landespolitikerin unter dem Beifall der knapp 80 Besucher im Turnerheim.

Es war das erste Mal, dass der Grünen-Ortsverband der Baumschulengemeinde zu einem Neujahrsempfang eingeladen hatte. Sprecher Achim Diekmann begrüßte unter den geladenen Gästen insbesondere Bürgervorsteher Henry Behrmann und den stellvertretenden Bürgermeister Eckhard Schlesselmann (beide CDU), Ehrenbürger Albert Hatje, Landrat Oliver Stolz sowie die Grünen-Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms. Gekommen waren zudem Abordnungen der im Rellinger Gemeinderat vertretenen Parteien sowie Mitglieder von Vereinen und Verbänden. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Saxophonistin Bettina Russmann, die Jazz-Stücke spielte.

Ministerin Heinold gab einen Einblick in die finanzielle Situation des Landes. „Wir müssen in den nächsten zehn Jahren ein strukturelles Defizit von mehr als einer Milliarde Euro abbauen. Die Hälfte davon haben wir schon geschafft“, so der Gast aus Kiel. Zu den wichtigsten Vorhaben der Landesregierung gehöre die Verbesserung der Infrastruktur. „Diese Aufgabe haben wir in den vergangenen Jahren vernachlässigt“, gestand Heinold ein. Ab 2018 würden 100    Millionen Euro in einen Planungsprozess gegeben. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Küstenkoalition sei Bildung. In Sachen kommunaler Finanzausgleich warb die Ministerin um Verständnis: „Ich weiß, dass der Kreis Pinneberg und Rellingen von der Reform nicht begeistert sind, weil sie zu den Verlierern gehören.“

Die Bundestagsabgeordnete Wilms richtete einen Appell an die Politik: „Wir müssen bereit sein, zuzuhören, etwas aufzunehmen und andere Umgangsformen miteinander zu gewinnen.“ Zudem müsse Politik den Bürgern transparenter gemacht werden. Diekmann nannte Themen, denen sich die Rellinger Grünen verstärkt widmen wollen: dem Bau von preiswerten und sozialen Mietwohnungen, der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Caspar-Voght-Schule sowie der finanziellen Beteiligung der Gemeinde an den Kosten zur Erhaltung des Turnerheims und der Schmidt-Schaller-Halle. Das Heim etwa werde zurzeit auch von anderen Organisationen genutzt. „Selbstverständlich muss dies aber mit dem Turnverein als Eigentümer der Gebäude abgestimmt werden“, betonte Diekmann.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen