Flinke Finger am Piano

Das „Kaeshammer-Trio: Michael Kaeshammer (von links, Piano und Gesang), Konrad Herbolzheimer (Bass) und Schlagzeuger Stefan Dahm genossen nach Konzertende den tosenden Applaus des Publikums .
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Das „Kaeshammer-Trio: Michael Kaeshammer (von links, Piano und Gesang), Konrad Herbolzheimer (Bass) und Schlagzeuger Stefan Dahm genossen nach Konzertende den tosenden Applaus des Publikums .

Jazz im Foyer: 150 Besucher begeistert vom Michael-Kaeshammer-Trio / Kleines Heimspiel für Künstler

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19. März 2018, 16:21 Uhr

Wenn der Förderverein SummerJazz zu seiner Reihe Jazz im Foyer ins Pinneberger Rathaus lädt, können sich die Besucher immer wieder über tolle Künstler freuen. So machte auch jetzt, beim jüngsten Event im Ratssaal, ein echter Hochkaräter in der Kreisstadt Station: Der weltweit tourende kanadische Singer, Songwriter und Pianist Michael Kaeshammer.

„Ein echter Spitzenmusiker“, freute sich Dr. Ralph Kricke, Vorsitzender des Fördervereins SummerJazz, schon beim Einlass, ehe Kaeshammer zusammen mit Schlagzeuger Stefan Dahm und dem Aachener Bassisten Konrad Herbolzheimer als „Michael Kaeshammer Trio“ im Rahmen seiner aktuellen Welt-Tournee „A Night of Blues, Boogie, Bayou & Beyond“ kurz darauf die Bühne enterte.

Genauso wie der gebürtige Offenburger Kaeshammer, der in den 1990er-Jahren zusammen mit seinen Eltern gen Nordamerika auswanderte und mittlerweile ein vielfach prämierter Piano-Virtuose und Meister seines Genres ist, sind auch seine beiden Mitstreiter alles andere als unbekannt.

So reichen ihre Credits von Roger Cicero, Xavier Naidoo und Yvonne Catterfeld über Queen Esther Marrow bis hin zu Richard Galliano oder Sting.

Den rund 150 Gästen – darunter auch der Dreifach-ECHO-Gewinner und Inhaber zweier Goldener Schallplatten, Martin Tingvall – boten die Künstler gemeinsam eine intensive Live-Performance, die es in sich hatte.

Ob „Bourbon-Street-Parade“, ein Stück von Paul Barbarin aus dem Jahre 1955, bei dem die drei Musiker praktisch einen ganzen Orchesterzug durch den Ratssaal marschieren ließen, mitten im Karneval von New Orleans bei „Mardi Gras“ oder ein gefühlvoll vorgetragenes „People Get Ready“.

Mal A cappella, im Solo oder Trio wussten die Protagonisten jederzeit zu überzeugen. Während Kaeshammer seine Finger über die Tasten nur so hin und her flitzen ließ und weder den Piano-Rahmen noch den aufgeklappten Flügel als Möglichkeit zur Klangherstellung außer Acht ließ, wartete Konrad Herbolzheimer mit einem perfekten Bassspiel und Stefan Dahm als facettenreicher Schlagzeuger auf. Kein Wunder also, dass das tosenden Applaus und Standing Ovations spendende Publikum am Ende nach etlichen Zugaben verlangte und unter anderem mit einem Fats-Domino-Medley beschenkt wurde.

„Ich bin heute zum ersten Mal in Pinneberg aufgetreten. Und trotzdem war es so etwas wie ein kleines Heimspiel“, freute sich Kaeshammer besonders über den Besuch von Heinz Neumann (91) aus Appen-Etz, dem Großvater seiner mit ihm in Kanada lebenden Freundin Josephine.

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