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Kummerfeld/Prisdorf : Feuerwehr übt für den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gibt es Brandschutz-Mängel an der Bilsbek-Schule?

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Kummerfeld | Feuer im ersten Stock. Zwei Klassen der Bilsbek Schule von Flammen und ätzendem Rauch eingeschlossen. Um Punkt 15 Uhr wählt Schulleiter Manfred Hansen den Notruf 112. So begann die gemeinsame Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehren von Kummerfeld und Prisdorf. Zwei Stunden später, bei Kaffee und Kuchen in der Prisdorfer Feuerwehrhalle, hatten vor allem die geretteten Kinder tolle Geschichten zu erzählen.

Mehr als eine Stunde lang haben die Kinder auf ihre „Rettung“ warten müssen, verkündete ein aufgeregtes Mädchen. Die Schulkameraden Lars, Marvin und Eric hielten das für Übertreibung: „Bei uns waren sie ganz schnell“, erinnerten sie sich. Das war auch wichtig, denn die drei lagen „verletzt“ im Flur, einer von ihnen war sogar „bewusstlos“. Rauchmaschinen sorgten für Qualm und die Retter von der Kummerfelder Wehr gingen mit Atemschutzgerät ans Werk. Nach knapp 15 Minuten waren alle Kinder sicher im Freien.

Damit hatten Kummerfelder Brandschützer ihren Teil der Übung erfüllt. Sie sollten sich auf die Befreiung der Eingeschlossenen konzentrieren. Schließlich hatten sie den kürzeren Anfahrtsweg. Die Prisdorfer Feuerwehrkameraden waren wenig später da. Sie sollten das Feuer bekämpfen, das laut Plan den Dachstuhl „bedrohte“. Schnell rollten sie die Schläuche aus. Außerdem trugen sie schweres Gerät herbei, um den Rauch abzusaugen. 25 Minuten nach dem Notruf des Schulleiters war die Übung erfolgreich beendet. Zuschauer beglückwünschten die Blauröcke.

Viele folgten auch der Einladung, an der Manöverkritik in Prisdorf teilzunehmen. Bürgermeister Wilfried Hans (CDU) war dabei, ebenso seine Kummerfelder Kollegin Erika Koll (SPD) sowie Abordnungen benachbarter Wehren. Der stellvertretende Kreiswehrführer Frank Homrich sowie die beiden Feuerwehrchefs Helmut Hoyer aus Prisdorf und Oliver Peters aus Kummerfeld hatten nicht viel auszusetzen an der gemeinsamen Übung aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der beiden Wehren. Unerwartet war für alle drei, dass die Rauchbeseitigung in den Fluren und Treppenhäusern durch die eingesetzten Druckentlüfter so viel Zeit in Anspruch genommen hatte, da sich für die Luft kein Durchzug herstellen ließ. Hier sollten die Brandschutzvorkehrungen im Schulgebäude noch einmal unter die Lupe genommen werden, war ihr Vorschlag.

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