zur Navigation springen

Ellerbek : Feuerwehr muss immer öfter Türen öffnen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Immer weniger Menschen vertrautem dem Nachbarn ihren Schlüssel an. Während der Hauptversammlung der Feuerwehr Ellerbek erhielt Wehrführer Holger Rechter die Ehrung in Gold.

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Ellerbek | „Vor 40 Jahren, am 21. Januar 1977, bist du in die Wehr eingetreten“, begann Ellerbeks stellvertretender Wehrführer Klaas Seehaus seine Rede anlässlich der Verleihung des Brandschutzehrenabzeichens in Gold an Wehrführer Holger Rechter. Im Rückblick erinnerte Seehaus an die damalige Jahreshauptversammlung, bei der einst Rechters Vater zum Wehrführer gewählt wurde. „Außerdem haben wir das Richtfest der Fahrzeughalle gefeiert – die es heute schon nicht mehr gibt“, sagte Seehaus.

Schon bald habe Rechter Verantwortung in der Wehr übernommen, zunächst als stellvertretender, später als Gruppenführer, von 1995 bis 2002 als stellvertretender Wehrführer und seit 2002 als Oberhaupt der Kameraden. „Wir haben nun das erste gemeinsame Jahr hinter uns und ich finde, es läuft sehr gut“, schloss Seehaus. Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) dankte Rechter für sein ehrenamtliches Engagement und überreichte ein Geschenk der Gemeinde.

43 Aktive, 31 Einsätze in 2016

In seinem Rückblick berichtete Rechter von den 31 Einsätzen des vergangenen Jahres, die von den 43 aktiven Mitgliedern bearbeitet wurden. „Es gab auch wieder sieben Fehlalarmierungen“, erinnerte er. Der größte Einsatz sei der am Finkenstieg gewesen, als in der Nacht des 4. Juli ein Carport lichterloh brannte und sieben Fahrzeuge zerstörte. „Es wurde nachalarmiert und die Feuerwehren aus Egenbüttel und Bönningstedt sowie die Drehleiter aus Pinneberg kamen dazu“, berichtete Rechter.

Zugenommen hätten die Einsätze, bei denen die Wehr Türen öffnen musste, weil in einer Wohnung eine hilflose Person vermutet wurde. „Früher war es so, dass man seinem Nachbarn einen Schlüssel anvertraute, damit er im Notfall schnell helfen kann“, sagte Rechter. Dies sei heute so nicht mehr üblich – dabei könnten dies wertvolle Minuten sein, die über Leben und Tod entscheiden.

Kein Jugendwart und kein Stellvertreter

Hildebrand berichtete von der Prüfung durch das Gemeindeprüfungsamt, bei der eine Rüge erteilt worden war: „Wir müssen künftig alle Fehlalarme in Rechnung stellen. Allerdings habe ich abgelehnt, dies im Nachhinein zu tun“, informierte der Bürgermeister die Kameraden.

Eine Überraschung gab es bei den Wahlen: Die bisherige Jugendwartin Gerlinde Langeloh stellte sich nicht erneut der Abstimmung. Sowohl ihr Posten als auch der des Stellvertreters blieben vakant. Über die Besetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen