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Staatsanwaltschaft gibt Auto frei : Feuerwehr in Hasloh nimmt den zuvor beschlagnahmten VW-Bus in Empfang

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Ermittlungen gegen den Parchimer Autohändler wurden derweil eingestellt. Mit Jubel nahmen die Kameraden das neue „Familienmitglied“ in Empfang.

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erstellt am 14.Okt.2015 | 16:15 Uhr

Hasloh | Glückliches Ende einer skurrilen Geschichte: Der Mannschaftstransportwagen (MTW), den die Hasloher Feuerwehr bei einem Parchimer Händler kaufen wollte und der sich dann als gestohlen entpuppte, wurde gestern offiziell an die Hasloher Kameraden übergeben. Mit Jubel nahmen die Kameraden das neue „Familienmitglied“ in Empfang.

„Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs gegen den Parchimer Händler wurden eingestellt“, gab Stefan Urbanek, Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft auf Anfrage dieser Zeitung bekannt. Es sei davon auszugehen gewesen, dass der Händler das Fahrzeug in gutem Glauben erworben und von der strafrechtlich relevanten Vorgeschichte des Transporters keine Kenntnis gehabt habe. Die Staatsanwaltschaft habe daher die Herausgabe des Wagens an den Parchimer Händler verfügt.

„Die Ermittlungen haben ergeben, dass der VW-Bus in Spanien vom Kunden einer Autovermietung unterschlagen wurde, bevor das Fahrzeug über mehrere Stationen den Weg nach Parchim fand“, berichtet Urbanek. Der Händler in Mecklenburg-Vorpommern war zuvor von der Hasloher Feuerwehr beauftragt worden, ein geeignetes Gebrauchtfahrzeug zu suchen und für die Zwecke als Einsatzfahrzeug umzurüsten.

Als Haslohs Wehrführer Thomas Krohn im Juni den fertig umgebauten Transporter beim Straßenverkehrsamt in Pinneberg anmelden wollte, waren sowohl er als auch der Händler „völlig schockiert“, dass sich der Wagen als Diebesgut entpuppte.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD, r.) übergab Wehrführer Thomas Krohn den Schlüssel für den MTW. (Foto: Springer)
Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD, r.) übergab Wehrführer Thomas Krohn den Schlüssel für den MTW. (Foto: Springer)
 

Mit der Freigabe konnten wir den MTW ganz normal für die vereinbarten 25.000 Euro kaufen“, sagt Krohn erfreut. Erleichtert ist auch Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). „Wir konnten darauf hoffen, dass das klappt, denn jemand anderes kann mit dem Fahrzeug wenig anfangen“, sagt Brummund. Die Planung der Anschaffung habe sich über mehrere Jahre hingezogen. „Es waren bereits im vergangenen Jahr 40.000 Euro dafür im Haushalt bereitgestellt worden und ich freue mich, dass wir jetzt deutlich weniger benötigen“, berichtet der Bürgermeister.

Der neue Transporter aus dem Baujahr 2012 sei in hervorragendem Zusand. „Angesichts der finanziellen Situation die Qualität der Ausrüstung zu erhalten ist nicht immer ganz einfach“, sagte Brummund. Was ihn jedoch ärgert: „Ich verstehe einfach nicht, dass Gebrauchtfahrzeuge von einer Förderung ausgenommen sind – zumal es sich hier um ein Zivilfahrzeug handelt, das umgebaut wurde“, sagt Brummund. Hier würde die Sparsamkeit der Wehr zu Unrecht abgestraft. Genutzt wird der neue MTW seit dem gestrigen Dienstabend sowohl von den aktiven Kameraden als auch von der Jugendfeuerwehr.

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