Feuerwehr hilft Naturschützern

Etwa 100 Bitterlinge, Moderlieschen und Rotfedern tummeln sich nun in der „Lütten Pütt“.
1 von 3
Etwa 100 Bitterlinge, Moderlieschen und Rotfedern tummeln sich nun in der „Lütten Pütt“.

Gemeinsame Aktion in Hasloh rettet Fischen das Leben / Umsiedlung vom Biotop ins Regenrückhaltebecken „Lütte Pütt“

von
13. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Der lange und heiße Sommer hat Spuren hinterlassen: Im Hasloher Biotop an Heidorns Eiergang war so viel Wasser verdunstet, dass Manfred Kraienhorst vom Naturschutzverein Hasloh/ Quickborn zu Rettung der Moore Alarm schlug und den Vorsitzenden Manfred Maier über den desolaten Zustand informierte. „Etwa 100 Fische drängten sich an der tiefsten Stelle des restlichen Wassers“, berichtet Maier.

Sie überlegten zunächst, Wasser aus einem nahe gelegenen Standrohr mit Wasseruhr zu zapfen, um den kleinen See aufzufüllen. „Die Kosten hätten wir natürlich übernommen“, versichert Maier. Doch dann hatte er eine andere Idee: Die Fische könnten in das nahe gelegene Regenrückhaltebecken „Lütte Pütt“ umgesiedelt werden, da dort noch ausreichend Wasser vorhanden ist. Flugs griffen die Naturschützer zu Eimern und trugen die zappelnden Fische zu ihren neuen Lebensraum.

„Natürlich haben wir nicht alle erwischt“, sagt Maier. Um auch das Leben der im Biotop verbliebenen Tiere zu sichern, bat Maier, der auch Pressesprecher der Hasloher Freiwilligen Feuerwehr ist, seinen Wehrführer Thomas Krohn um Hilfe. Der zögerte nicht lang und packte Schläuche und eine Tragkraftspritze ein.

„Wir haben einfach Wasser aus dem Rückhaltebecken ins Biotop gepumpt“, berichtet Maier. Dabei musste eine Strecke von etwa 140 Metern überwunden werden. Vier Feuerwehrmänner waren etwa eine Stunde lang mit dieser Aufgabe beschäftigt, dann konnte Entwarnung gegeben werden. „Ich hoffe ja, dass es jetzt bald mal regnet und nicht weiter so trocken bleibt“, sagt Maier.

Bereits 2011 und 2012 waren Eingriffe am Biotop notwendig geworden: Eine Schicht Grünalgen wucherte auf dem Wasser. „Wir haben damals 50 Muscheln, 75 Bitterlinge, 50 Moderlieschen und 30 Rotfedern eingebracht“, zählt Maier auf. Diese Fische und Muscheln seien Nahrungskonkurrenten und lebten von den Algen. „Seitdem hat sich das Algen-Problem erledigt“, berichtet Maier. Sorge um die Lütte Pütt habe er nicht. „Dort gibt es Entengrütze und auch Algen, ich gehe davon aus, dass sich das von selbst regeln wird“, sagt er.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen