Pinneberg : Ferienspaß unter der Hochbrücke

Julian (12, links) und Marvin (13) lassen sich die Waffeln schmecken.
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Julian (12, links) und Marvin (13) lassen sich die Waffeln schmecken.

500 Pinneberger Schulkinder feiern den Beginn der freien Tage. Verbund für Schulsozialarbeit sorgt für vielfältige Aktivitäten.

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14. Juli 2014, 16:00 Uhr

Pinneberg | Endlich Ferien! Und zum Start gleich ein wunderschöner Sommertag. Für etwa 500 Pinneberger Schulkinder ein guter Grund zum Feiern. Den Festplatz unter der Hochbrücke hatte der Verbund für Schulsozialarbeit mit vielen Attraktionen herausgeputzt. „Die Kinder kennen das schon, denn wir machen das jedes Jahr“, erzählte „Kasi“ (Saim Kadir Cetinkaya) vom Jugendtreff „Komet“, während er leere Getränkekisten in die Luft warf.

Geschickte und gewiss auch schwindelfreie Kinder fingen sie auf und türmten sie höher und höher, bis die wacklige Konstruktion schließlich zusammenfiel. Es war vielleicht das Spiel, das den größten Mut erforderte und auch die Zuschauer in atemberaubender Spannung hielt.

Dass diese beliebte Herausforderung überhaupt angeboten werden konnte, war dem Technischen Hilfswerk zu verdanken. Ehrenamtliche Helfer des THW waren mit einem Kranwagen zur Stelle und sicherten die Kinder beim Turmbau, so dass sie schließlich in scheinbar schwereloser Leichtigkeit abwärts schwebten, sobald ihr himmelwärts strebendes Bauwerk eingestürzt war.

Eine weitere umlagerte Attraktion in diesen fußballnärrischen Tagen war der „Lebendkicker“. Zwei Mannschaften mit jeweils sieben Spielern füllten das Spielfeld. Das Besondere: Sie durften die quer über das Feld angebrachten Balken nicht loslassen, während sie den Ball ins gegenüberliegende Tor zu schießen versuchten.

Für Kleinere war die Hüpfburg der beste Platz zum Toben. Die Skateranlage unter der Hochbrücke wurde an diesem Tag zur Bühne. Mehrere Bands traten auf, die Trommelgruppe der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) zum Beispiel oder auch „Encrypted Mind“. Sie alle machten überzeugend klar, dass ein bisschen Verkehrslärm über ihren Köpfen keine ernstzunehmende Konkurrenz war.

Mehr Mühe hatte die Plattdeutsch-AG der Hans-Clausen-Schule mit ihren Darbietungen, zumal da nur fünf von ihnen dabei sein konnten. Die übrigen sieben waren schon in die Ferien gefahren, zum Leidwesen für ihren Leiter Peter Heinitz und Hartmut Tank von den Pinneberger Bühnen, der die Plattdeutschliebhaber mit Gitarrenklängen begleitete.

An keiner Attraktion bildeten sich so lange Warteschlangen wie am Waffelstand. Die Mütter, die dort ehrenamtlich unermüdlich schufteten, kamen bei so viel Nachfrage kaum nach. „Die Eltern sind bei uns zum Glück nicht nur als Zuschauer dabei“, war der dankbare Kommentar der Veranstalter.

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