Fenster bereiten Probleme

Im Sommer lag der Baufortschritt an der Rellinger Brüder-Grimm-Schule noch sehr gut im Zeitplan.
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Im Sommer lag der Baufortschritt an der Rellinger Brüder-Grimm-Schule noch sehr gut im Zeitplan.

Verzögerung am Erweiterungsbau der Rellinger Brüder-Grimm-Schule / Mehrkostenprognose bislang eingehalten

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25. Januar 2018, 17:00 Uhr

Rellingen investiert in seine Schulen. Die Mitglieder des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt hat bei seiner ersten Sitzung des Jahres am vergangenen Dienstag den Sachstand diskutiert. David Beverungen, Technischer Leiter in der Verwaltung der Gemeinde Rellingen, berichtete über den Fortschritt des neuen Erweiterungsbaus an der Brüder-Grimm-Schule.

Die Bildungseinrichtung an der Schmiedestraße erhält einen Neubautrakt, der eine Mensa inklusive Küche für 200 Kinder beinhaltet und das historische Verwaltungsgebäude mit dem dahinter liegenden Acht-Klassen-Haus verbinden soll. Aktuell gibt es Probleme bei den Fenstern. „Die Fenster sollten bis Ende Dezember eingebaut sein. Leider hat die ausführende Firma die gemäß Terminplan abgestimmte Fertigstellung nicht eingehalten“, schilderte Beverungen. Um den Innenausbau nicht zu beeinträchtigen, seien Folienfenster eingebaut worden. Der Technische Leiter ergänzte: „Die Montage läuft nun auf Hochtouren. Im Erdgeschoss sind die Arbeiten bereits beendet.“ Bis Mitte Februar soll alles fertig sein.

Ob die Verzögerung der Fenstermontage eine Auswirkung auf den gesamten Fertigstellungstermin des Baus hat, ist bislang noch nicht klar. „Das Planungsteam hat vereinbart, den Baufortschritt bis Ende Januar zu beobachten, um dann eine Prognose wagen zu können“, so Beverungen. Ein weiteres Problem ist, dass das Gebäude erst verklinkert werden kann, wenn die Fenster eingebaut sind. Ebenso ist es mit dem Innenputz.

Peter Geercken (SPD) warf unterdessen einen weiteren Aspekt in den Raum: „Bekommt man den Bau bei der Witterung überhaupt trocken? Die Folienfenster haben den Sturm teilweise ja nicht überstanden, Wasser stand im Gebäude.“ Beverungen antwortete beschwichtigend: „Die Wetterlage hat den Fortschritt des Baus nicht unterstützt, das stimmt. Es sind jedoch zusätzliche Bauheizungen aufgestellt worden, das Dach ist dicht.“

Ein Thema, das bislang Grund zur Freude gibt, ist die Mehrkostenprognose. Für das gesamte Projekt des Erweiterungsneubaus inklusive Außenanlage und einem Kleinspielfeld wurde eine Investitionssumme von 6 806 000 Euro veranschlagt. Im ersten Nachtrag für den Haushalt 2017 wurden 653 000 Euro Mehrkosten angemeldet und genehmigt. „Der bislang aktuelle Stand vom Dezember 2017 zeigt eine Unterbietung dieser Prognose von 225 000 Euro. Bedeutet das, dass die Mehrkosten insgesamt so niedrig bleiben?“, fragte Helmut Tilgner (SPD). Beverungen klärte auf: „Zurzeit liegen die Mehrkosten bei 428 000 Euro. Es darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die Berechnung der Kosten, zum Beispiel für den Innenausbau, noch nicht abgeschlossen ist.“

Der erste Vorsitzende des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt, Eckhard Schlesselmann (CDU), resümierte positiv: „Beim Richtfest im Dezember zeigte sich großer Zuspruch auch seitens der Schüler, Lehrer und Eltern. Ich denke, dass wir grundlegend zufrieden mit dem Verlauf des Baus sein dürfen.“

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