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Terror im Kreis Pinneberg : „Felix Steiner“ droht mit Mord und Missbrauch

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der mutmaßliche Feuerteufel von Rellingen, der sich bei Facebook als „Felix Steiner“ bezeichnet, wird bei seinen Attacken in dem sozialen Netzwerk und auf shz.de in seinen Gewaltfantasien immer perverser.

Pinneberg | Er nennt sich „Felix Steiner“, in Anlehnung an einen Oberst der Waffen-SS. Er will es sein, der in Rellingen für Angst und Schrecken sorgt. Reifen zersticht. Autos anzündet. Er ist es, der sich auf der Facebook-Seite dieser Zeitung mit der sinnlosen Gewalt brüstet und unverhohlen Drohungen ausspricht. „Diese arrogante Gemeinde soll bluten“, schreibt „Steiner“. Er droht damit, auch Menschen zu töten. Gnadenlose verbale Angriffe, die Angst machen. Die die Frage aufwerfen, ob es sich nur um wirre Fantasien eines durchgeknallten Psychopathen handelt, oder ob die Bereitschaft vorhanden ist, die Drohungen in die Realität umusetzen.

„Steiner“ gibt keine Ruhe. Er fühlt sich bestärkt durch andere Einträge auf der Facebook-Seite dieser Zeitung. Fühlt sich animiert und fragt: „Soll ich mal ein Polizeiauto anzünden oder auf jemanden schießen? Was meint Ihr?“ Allerdings müsse es in Rellingen erstmal ruhiger werden. Dann gehe es weiter.

Menschen töten. Für „Steiner“ scheint dies – zumindest in der Fantasie – nicht abwegig zu sein. Seine Drohungen werden dabei immer perverser, übersteigen den normalen Menschenverstand. Kritik an seinen Taten und seinem Auftreten auf der Facebook-Seite kann er nicht akzeptieren. Lesern, die auf der Internetseite unter www.shz.de kommentiert haben, drohte er gestern. Er werde sie besuchen, fesseln und dann müssten sie zusehen, wie er sich an der „kopflosen Leiche“ ihrer Frauen vergehe.

„Das ist gruselig und menschenverachtend“

„Das ist gruselig und menschenverachtend“, kommentierte Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke gestern die erneuten Beiträge „Steiners“. Davon distanziere sie sich. Radtke berichtete, dass sie derzeit zahlreiche Anrufe von Bürgern bekomme, die besorgt seien.

„Steiner“ bekräftigte gestern, dass es sich bei ihm um den Rellinger Feuerteufel handle. Bei Zweifeln gebe er gern weiteres Täterwissen bekannt. Dies hatte er bereits am Dienstag in einem Eintrag auf der Facebook-Seite dieser Zeitung gemacht. In einem Bekennerschreiben hatte er detailliert beschrieben, wie er die einzelnen Fahrzeuge angezündet haben will. Die Pinneberger Kriminalpolizei schätzte die Darstellungen im Gespräch mit dieser Zeitung als authentisch ein. Wenn es sich bei „Steiner“ nicht um den Täter handle, so ein Kriposprecher, so habe er – wie berichtet – das Wissen über die Brandanschläge vom Täter.

Liebe Leserinnen und Leser, zu den Berichterstattungen über die Brandanschläge gibt es zahlreiche Reaktionen im sozialen Netzwerk Facebook. Darüber freut sich die Redaktion. Die Einträge von „Felix Steiner“, die in der Berichterstattung auszugsweise zitiert werden, verstoßen gegen die Veröffentlichungsrichtlinien dieser Zeitung und von shz.de. Sie beinhalten potenzielles Täterwissen und Straftatbestände. Sie werden daher umgehend von der Redaktion vor der Öffentlichkeit verborgen.

 

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erstellt am 08.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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