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Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 21:13 Uhr

Feiertag endet oft im Krankenhaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Laut einer DAK-Studie müssen immer mehr Jugendliche am Vatertag mit Alkoholvergiftung in Kliniken behandelt werden

Die Sonne knallt. Und gleiches tut das sogenannte Herren-
gedeck aus Bier und Korn. Damit während einer zünftigen Männertour an Christi Himmelfahrt der Sprit nicht ausgeht, sind viele gleich mit Bollerwagen und Rucksäcken unterwegs.

Eine Studie der Krankenversicherung DAK belegt nun eine teils dramatische Entwicklung unter jugendlichen Tourgängern am Vatertag. Die Zahl der jungen Komasäufer in Deutschland steigt nach einer Auswertung der Kasse an Christi Himmelfahrt drastisch an. Fast drei Mal so viele 16- bis 20-Jährige landeten dann mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus als im Jahresschnitt, wie die DAK am Dienstag in Hamburg mitteilte. „Beim Blick auf alle Altersgruppen gab es dagegen an diesem Feiertag sogar einen leichten Rückgang.“ Das geht aus der Krankenhausstatistik der DAK für die vergangenen fünf Jahre hervor. Die Zahlen beziehen sich auf beide Geschlechter.

Im Jahresschnitt kommen demnach jeden Tag 4,5 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren nach Alkohol-Exzessen in eine Klinik. „An den Vatertagen gab es einen deutlichen Anstieg um 180 Prozent auf 12,6 Fälle“, hieß es. Bei den elf- bis 15-Jährigen kletterte die Zahl der Behandlungen um knapp
120 Prozent (von 2,3 auf fünf Fälle), bei jungen Erwachsenen zwischen 21 und 25 Jahren um 150 Prozent (von drei auf sieben Fälle).

Fasst man alle Altersgruppen zusammen, kamen laut Statistik jeden Tag 69,3 Menschen nach hemmungslosen Trinkgelagen ins Krankenhaus. „An den Vatertagen der vergangenen Jahre lag die Gesamtzahl mit 63,4 Fällen um fast neun Prozent niedriger“, berichtete die Kasse.

Die Polizei verweist auf ihr Präventionsportal im Internet. Unter www.staygold.eu sind Tipps zu finden, wie Opfern einer möglichen Alkoholvergiftung geholfen werden kann. Außerdem ist dort ein Strafenkatalog veröffentlicht, dessen Sanktionen bei alkoholbedingten Verstößen im Straßenverkehr drohen.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 11:29 Uhr

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