80 Jahre Rosengarten Pinneberg : Feiern mit „Rosi und den Knallerbsen“

Spaß und Action garantiert: „Rosi und die Knallerbsen“ rocken am Sonntag in Pinneberg.
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Spaß und Action garantiert: „Rosi und die Knallerbsen“ rocken am Sonntag in Pinneberg.

Am Sonntag tritt die Band der Lebenshilfe am Fahlt auf. Verein Freundeskreis sucht helfende Hände zum Gärtnern.

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28. Juli 2015, 17:15 Uhr

Pinneberg | Der Pinneberger Rosengarten ist 80 Jahre alt. „Und kein bisschen leise“, so der Titel unter dem am Sonntag, 2. August, die nächste Party in dem Rosenparadies am Fahlt steigt. „Rosi und die Knallerbsen“ heißt die Band der Schenefelder Lebenshilfe, die ab 11 Uhr auf der Bühne stehen wird. Der Eintritt ist frei.

„Wir haben dieses Jahr zum Jubiläum viele Veranstaltungen hier gehabt – so viele waren es noch nie. Und freuen uns besonders, dass Rosi und die Knallerbsen das erste Mal bei uns auftreten“, sagt Petra Matthieszen-Eitze vom Verein Freundeskreis Rosengarten, der derzeit etwa 150 Mitglieder zählt.

Die Stärke der Band sei ihre Spielfreude und ihre Ausdruckskraft. „Freude, Trauer, Aggression oder Zuneigung sind bei den Rosis nicht nur verstehbar, sondern spürbar und miterlebbar“, sagt Matthieszen-Eitze. Die Knallerbsen ließen sich nicht mit anderen Rockbands vergleichen. Sie selbst sagen: „Für Behinderte sind wir nicht schlecht.“ Und das Motto der Band lautet bereits seit 1989: Wir wollen unseren eigenen Weg gehen und zeigen, dass in jedem Menschen ein unglaubliches Potential an künstlerischer Ausdruckskraft schlummert.

Am Festprogramm haben sich bisher viele Pinneberger beteiligt, darunter Schulen, Kulturvereine und Museen. „Wir hoffen, dass wir die Location nach diesem Jahr mehr etablieren können. Und andere Vereine sich vielleicht auch denken: Mensch, da mach’ ich auch mal was“, sagt Helmuth Schwarz, Pressesprecher des Vereins, der sich seit sechs Jahren um Pflege und Erhalt der Anlage kümmert. Der Verein wolle den Garten mehr beleben. „Schließlich haben wir es hier mit einem Naherholungs-Perlchen zu tun“, sagt Matthieszen-Eitze und strahlt. „Man kann hier gut auftanken und mal dem Alltag entfliehen“, sagt sie. „Ein Café oder ein fliegender Händler wären eine schöne Ergänzung“, sagt der Vereinsvorsitzende Joachim-Ulrich Haß und fügt hinzu: „Das müsste sich nur mal jemand trauen.“

Der Freundeskreis Rosengarten feiert in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen der Grünanlage. Joachim-Ulrich Haß und Petra Matthieszen-Eitze vom Verein wollen die Anlage mit den Veranstaltungen bekannter machen.(Foto: Oster)
Der Freundeskreis Rosengarten feiert in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen der Grünanlage. Joachim-Ulrich Haß und Petra Matthieszen-Eitze vom Verein wollen die Anlage mit den Veranstaltungen bekannter machen.(Foto: Oster)
 

Mehr als 100 verschiedene Rosen blühen und gedeihen am Pinneberger Fahlt. Der Freundeskreis bemüht sich darum, den Garten stilistisch wieder an die landschaftliche Gestaltung von 1935 anzupassen. Generell sind Mitarbeiter des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg für die Instandhaltung zuständig. Aber auch Mitglieder des Freundeskreises packen mit an. „Wir freuen uns, wenn jemand gern gärtnern möchte und hier mitmacht.“

„Von der Stadt fühlen wir uns allerdings im Regen stehen gelassen“, sagt Haß. „Zuschüsse und Vergünstigungen fehlen seitens der Stadt. Wir würden hier auch gern mehr machen. Wir sehen es aber auch nicht ein, wenn wir keine Unterstützung bekommen“, sagt er.

Die Band „Rosi und die Knallerbsen“ gründete  sich 1989 in einer Wohngruppe der Lebenshilfe Schenefeld. Damals behalfen sich die Bandmitglieder zunächst mit selbstgebauten Instrumenten aus Verpackungen und  Küchengeräten. Mit einer Spende  der Aktion Mensch konnten Schlagzeug, Gitarre und Bass gekauft werden. Die Band hat eine CD unter dem Titel „Ich freu mich“ aufgenommen. Weitere Informationen gibt es online.
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