Unteroffizierschule der Luftwaffe : Feierliches Gelöbnis in Appen

 629 Soldaten haben gestern in der Unteroffizierschule der Luftwaffe ihren Eid abgelegt beziehungsweise dem Land Treue gelobt.

629 Soldaten haben am Donnerstag in der Unteroffizierschule der Luftwaffe ihren Eid abgelegt beziehungsweise dem Land Treue gelobt.

629 Soldaten haben in der Unteroffizierschule der Luftwaffe ihren Eid abgelegt und dem Land Treue gelobt.

shz.de von
31. August 2018, 10:00 Uhr

Appen | Der Job ist schwer und mittlerweile häufig auch sehr gefährlich. Dennoch haben 629 Menschen auf dem Gelände der Appener Marseille-Kaserne gestern geschworen und gelobt, „die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Vor rund 800 Gästen fanden in der Unteroffizierschule der Luftwaffe ein öffentliches Gelöbnis sowie die Vereidigung von jungen Soldaten statt.

Stationiert in Appen, Heide, Husum und Flensburg

Stationiert sind die Soldaten in Appen, Heide, Husum und Flensburg. Sie kommen aber aus allen Regionen Deutschlands. Sogar vom Bodensee waren Angehörige angereist, um der feierlichen Veranstaltung beizuwohnen. Oberst Michael Skamel, Kommandeur der Unteroffizierschule, wertete die Anwesenheit vieler Gäste als „Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für den Dienst für unseren Staat im Allgemeinen“.

Skamel zeigte anhand aktueller Krisenherde wie Mali, Afghanistan sowie des Terrors des so genannten Islamischen Staats, wie unsicher die Lage auf der Welt nach wie vor ist. „Die Globalisierung der universellen Menschenrechte, eingebettet in einen Zuwachs an wirtschaftlicher und politischer Stabilität für möglichst Viele“ sei dringend erforderlich, sagte er. Das ist seiner Ansicht nach „mit einem breiten politischen Ansatz und unter Nutzung aller sicherheitspolitischen Instrumente“ sogar möglich. „Zu diesen Instrumenten gehören auf absehbare Zeit aber auch Streitkräfte als ein Mittel der Politik, zumal militärische Kräfte oft erst die Voraussetzungen für den Einsatz und den Erfolg ziviler Maßnahmen schaffen“, sagte er.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote und Oberst Michael Skamel, beim Abschreiten der Front.
Cindy Ahrens
Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote und Oberst Michael Skamel, beim Abschreiten der Front.
 

Trotz ihrer wichtigen Aufgaben muss sich die Armee nach Ansicht Skamels die Anerkennung der Gesellschaft verdienen und zwar mit Loyalität gegenüber dem Staat, der Hingabe für seine Werte und dem gemeinsamen Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung.

„Freiheit kann niemand auf Dauer bewahren, der sie nicht entschlossen und glaubhaft verteidigen kann“, erklärte der Kommandeur. In einer demokratischen Gesellschaft zu leben, sei nicht selbstverständlich. Deshalb ist laut Skamel die Landesverteidigung unverzichtbar. „Wir brauchen die Bundeswehr als festen Bestandteil unserer demokratischen Gesellschaft.“

Recht und Freiheit sind verletzlich

Wichtige demokratische Errungenschaften wie Recht und Freiheit bezeichnete er als „äußerst verletzliche Güter“, die immer wieder verteidigt werden müssten. Skamel unterstrich das mit einem aktuellen Beispiel: „Es muss uns alle erschrecken, wenn hassgeladene Aufmärsche in unserem Land wieder möglich sind.“ Und an die Soldaten gewandt: „Wir alle müssen Gerechtigkeit erhalten, Freiheit verteidigen und Frieden sichern.“

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) nannte es einen bewegenden Moment, an der Formation der Rekruten entlangschreiten zu dürfen. „Sie werden heute öffentlich vereidigt, für unsere Freiheit und für unsere Sicherheit einzutreten“, sagte er.

Dann waren die Soldaten an der Reihe, von denen die meisten in Appen stationiert sind: Seit rund fünf Monaten werden sie bereits ausgebildet. Die Zeitsoldaten schworen, die freiwillig Wehrdienst Leistenden gelobten, Deutschland treu zu dienen.

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