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Auflagen in Prisdorf : Fehlender Zaun: Krippenkinder dürfen nicht mehr raus

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mädchen und Jungen aus den Prisdorfer Krippengruppen müssen drinnen spielen, weil ein Zaun zum Elementarbereich fehlt.

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erstellt am 24.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Prisdorf | Große Spielgeräte, Sandkiste und jede Menge Platz: Das Außengelände der Kita Lütte Prisdörper lädt zum Spielen ein. Doch die 20 Krippenkinder der Prisdorfer Einrichtung dürfen nicht draußen spielen. Es fehlt ein Zaun, der den Bereich für die kleineren Kinder von dem der Kindergartenkinder abtrennt. Die Unfallkasse hatte bei einer Begehung im September die fehlende Abtrennung bemängelt und dazu geraten, eine klare Dienstanweisung mit einem Verbot herauszugeben.

„Das haben wir getan, da im Moment, wenn etwas passiert, die Leitung haftbar ist“, sagt Christine Hoyer, Vorsitzende des Eltern- und Trägervereins der Kita. Die Alternative sei, dass die Kinder mit einer eins-zu-eins Betreuung auf dem Gelände spielen, um sicherzustellen, dass die unter dreijährigen Kinder nicht doch auf den großen Geräten spielen und sich verletzen – nicht leistbar im normalen Kitabetrieb.

Dass es eine Abtrennung geben muss, ist bereits seit Fertigstellung des Gebäudes bekannt. Bei der Abnahme durch die Unfallkasse wurden jedoch die Konsequenzen noch einmal deutlich gemacht: Die Kita-Leitung haftet persönlich, wenn etwas passiert. Daher ist für die Eulen und Spatzen seit fünf Monaten drinnen spielen angesagt.

Die Erzieher probieren trotzdem regelmäßig kleine Spaziergänge mit Kindern aus der Eulen- und der Spatzen-Gruppe zu unternehmen, um ihnen frische Luft zu ermöglichen. „Gerade im Winter, wenn viele Atemwegserkrankungen umgehen, ist es wichtig, dass die Kinder rausgehen“, so Hoyer. Gleichzeitig liegt direkt vor der Tür eine Außenanlage mit passenden Spielgeräten. Doch dürfen hier aktuell nur die Kinder aus den Elementargruppen toben und nach Herzenslust schaukeln.

Wenn die großen Kita-Kinder draußen spielen, drücken sich die Krippenkinder die Nase an der Scheibe platt.
Wenn die großen Kita-Kinder draußen spielen, drücken sich die Krippenkinder die Nase an der Scheibe platt. Foto: Geertje Meyer
 

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses wurde das Thema bereits diskutiert. Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP) sagte auf Nachfrage von Hoyer: „Das Amt ist noch dabei, den Sachverhalt zu klären.“ Es würden die sinnvollsten und günstigsten Lösungen geprüft werden. Ausschussvorsitzender Matthias Booke (CDU) sagte eine Klärung bis Dienstag, 28. Februar, zu. Dann tagt der Ausschuss um 20 Uhr erneut im Bilsbek-Raum, Hudenbarg 4. Hoyer und die Eltern der betroffenen Kinder hoffen nun auf eine schnelle Lösung, damit bald wieder unbeschwert gespielt werden kann. „Wir sind unheimlich dankbar für diese tolle Kita, aber der Zaun ist einfach ein Muss“, sagt Hoyer. Wenn dieser endlich aufgestellt wird, kann zudem eine weitere Maßnahme in Angriff genommen werden: Ein Sonnensegel soll über Teilen des Außenbereichs aufgestellt werden. „Wir haben Spendengelder dafür, können es aber noch nicht aufstellen, weil wir nicht wissen, wo der Zaun verlaufen wird“, berichtet die Vorsitzende des Eltern- und Trägervereins.

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