Faust tritt gegen seine Ex-Chefin an

Will eine bürgerfreundliche Verwaltung: Andreas Faust (47).
Will eine bürgerfreundliche Verwaltung: Andreas Faust (47).

Bürgermeisterwahl am 21. September: Verwaltungsfachmann will Wirtschaftsstandort stärken und K 22-Ausbau forcieren

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06. März 2014, 16:00 Uhr

Pikantes Duell um den Chefposten im Uetersener Rathaus: Die CDU schickt ihren Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Faust ins Rennen gegen Amtsinhaberin Andrea Hansen (SPD). Er soll am 21. September die Bürgermeisterwahl gewinnen. Hansens Amtszeit endet am 31. März 2015.

Die einstimmige Nominierung des ersten Gegenkandidaten erfolgte am Dienstagabend während der CDU-Mitgliederversammlung im Uetersener Hof. Der Vorstand der Uetersener CDU hatte ihn bereits im Januar ausgeguckt, die Personalentscheidung allerdings vorher nicht öffentlich bekannt gegeben.

Der 47-jährige Faust verfügt über reichlich Verwaltungserfahrung und ist derzeit leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Schenefeld. Auch das Rathaus Uetersen kennt der Diplom-Verwaltungswirt ganz genau. Von April 2009 bis Januar 2011 war Faust Leiter des Büros der Bürgermeisterin. Seine zukünftige Gegnerin Hansen war seine direkte Vorgesetzte. „Am 31. März soll ihr letzter Tag im Amt sein“, erklärte der frühere Mitarbeiter, der nun ein Kontrahent ist.

„Transparenz, Kompetenz, Verlässlichkeit“ – das sind laut Faust die Eigenschaften, die ihm den Platz im Rathaus sichern sollen. „Wir müssen den Wirtschaftsstandort Uetersen stärken“, betont der CDU-Kandidat. Dafür sei es erforderlich, geeignete Gewerbeflächen auszuweisen, um an Ansiedlungen interessierte Unternehmen sofort bedienen zu können. Auch der Ausbau der K 22 und die Verbesserung der Breitbandverbindungen sind aus seiner Sicht zwingend erforderlich. Außerdem will Faust die Einwohner mehr einbeziehen. „Wir müssen mehr Beteiligung ermöglichen und die Verwaltung muss noch bürgerfreundlicher werden“, betonte er. Dafür könnte sich der CDU-Vorsitzende beispielsweise die Einführung eines Bürgerhaushalts vorstellen.

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