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Uetersen : Fassade beschmiert und Fensterscheiben von Moschee eingeworfen

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Das Gebethaus wurden auch mit den Kürzeln „PKK“ und „AKP“ bekritzelt. Ein Auto wurde ebenfalls beschmiert.

Uetersen | Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Freitag eine türkische Moschee in Uetersen im Kreis Pinneberg beschädigt. Sie warfen mehrere Scheiben ein und sprühten die Kürzel „PKK“ und „AKP“ an die Fassade des Gebetshauses, teilte die Polizei mit. Das Kürzel „PKK“ meint die Arbeiterpartei Kurdistans, „AKP“ steht für „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“, sie ist die türkischen Regierungspartei.

Eine der zu Bruch gegangenen Fensterscheiben der Moschee.

Eine der zu Bruch gegangenen Fensterscheiben der Moschee.

Foto: UeNa

Auch Farbbeutel landeten an der Fassade. Es handelte sich um grüne, rote und gelbe Farben − Farben der PKK. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen. Der Imam der Gemeinde war vom Geräusch zersplitternder Scheiben wach geworden, die Täter hat er aber nicht mehr gesehen. Auch ein Nachbar wurde durch den Lärm geweckt. Doch auch er habe niemand erblicken können.

Die Täter beschmierten demnach auch ein vor der Moschee geparktes Auto. Insgesamt fünf Fensterscheiben im Erd- und Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes gingen zu Bruch, überall klebt Farbe an Fenstern und Fassade. Den Fußweg davor haben Mitglieder der Gemeinde bereits in der Anschlagnacht beseitigt. Der Sachschaden liegt im fünfstelligen Bereich.

Inzwischen hat die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe den Fall  wegen des Verdachts einer das Verfassungsrecht berührenden Straftat übernommen. Erst am Donnerstag war eine Moschee in Quickborn (Kreis Pinneberg) von unbekannten Täter mit Farbe verunreinigt und beschmiert worden. Am 17. November traf es eine Moschee in Bützfleth (Stade).

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erstellt am 09.Dez.2016 | 14:48 Uhr

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