Fantastisches Theater als Berufsvorbereitung

Zuneigung ist es, was dem traurigen Grinser fehlt. Das hat Alice herausgefunden.
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Zuneigung ist es, was dem traurigen Grinser fehlt. Das hat Alice herausgefunden.

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20. Juni 2018, 12:19 Uhr

Auch Theaterspiel gehört zum Lehrplan in der Abteilung Sozialpädagogik an Pinnebergs Beruflicher Schule. Zum Abschluss ihrer Ausbildung inszenieren die Schülerinnen und Schüler, die dieses Wahlpflichtfach gewählt haben, jedes Jahr eine Woche lang kurze, von ihnen selbst geschriebene Stücke. Mit Katrin Siebel steht ihnen dabei eine bühnenbegeisterte Kunstpädagogin als Coach zur Seite.

In diesem Jahr brachten die Schüler zehn Premieren auf die Bühne des Schulforums. Eine davon war „50 Shades of Wonderland“, eine geistreiche Verknüpfung schlüpfriger Anspielungen mit kindlichen Wunder-Erlebnissen in einem modernen Märchenland. „Planlos geht der Plan los“, hieß ein anderer Sketch, ein dritter war „Die Kraft der Emotionen“ und selbst die „Werwölfe“ setzten sich in Szene. Zu allen Stücken gab es selbstgeschneiderte, fantastische Kostüme und einfallsreiche Bühnenbilder.

Eine Unterrichtsstunde lang dauerte jede Aufführung. Zuschauer waren alle Klassen aus der Abteilung Sozialpädagogik, die nicht gerade auf der Bühne standen. Am Ende eines jeden Stücks belohnte begeisterter Applaus die Laienspieler. Auch Schulleiter Ulrich Krause zeigte sich beeindruckt.

„Schauspielunterricht haben sie nie gehabt“, hob Siebel hervor. Aber Kunst, Musik und Bewegung gehören zum Lehrplan. Davon profitierten alle Szenen: Auf der Bühne wurde viel gesungen und getanzt. All dies sei durchaus auf die Praxis bezogen, machte die Kunstlehrerin klar, denn solch kreatives Rollenspiel habe viel mit der zukünftigen Arbeit der Schulabsolventen als Erzieher, Kita-Betreuer oder auch als Sozialpädagogen zu tun.

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