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„Astrologie ist keine Wissenschaft“ : Familientagsteilnehmer: Ein Besuch bei der Sternwarte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die RVST nimmt am Familientag teil. Der Vorsitzende Bodo Hübner stellt seine Arbeit in der Sternwarte vor.

Tornesch | Sein Herz schlägt für die Astronomie: Bodo Hübner, Erster Vorsitzender der Regionalen Volks- und Schulsternwarte Tornesch (RVTS). Vom Dach der Klaus-Groth Schule in Tornesch aus werfen er und die Mitglieder des Vereins einen Blick in die tiefen des Weltalls. Die Leidenschaft des 74-Jährigen begann vor mehr als 30 Jahren mit einer ganz besonderen Beobachtung des Erdtrabanten – des Mondes.

Seit 1989 interessiert sich der  74-Jährige für die Wissenschaft der Gestirne. 1986 gab es ein einschneidendes Erlebnis: „Bei mir hat es klick gemacht, als ich über dem Esslinger Weg eine Mondfinsternis beobachten konnte“, sagt Hübner. Diese Beobachtung habe ihn so beeindruckt, dass er sich sofort ein eigenes Teleskop gekauft hat. Drei Jahre später hat der Rentner dann eine eigene Sternwarte in seinem Garten errichtet.

Teleskopbild: Sonne im H-Alpha Licht.

Teleskopbild: Sonne im H-Alpha Licht.

Foto: Peter Zemlin

Seit 2009 ist Hübner ehrenamtlich im Vorstand der RVTS aktiv. Zu seinem Aufgabenbereich gehört unter anderem die Betreuung der Homepage und die Organisation von Veranstaltungen. So ist Hübner in diesem Jahr auch auf dem Familientag vertreten. Hier werden Hübner und weitere Vorstandsmitglieder der Sternwarte einen Infostand anbieten. Für Interessierte gibt es am 10. September dann die Möglichkeit, die Sonne einmal durch das Teleskop zu beobachten. „Hier wird ein spezieller Filter eingesetzt, um das Auge zu schützen. Dann können wir sogar die Sonnenflecken auf der Oberfläche sehen.“, sagt Hübner. „Normalerweise schaut man sich mit diesem Teleskop bei guter Sicht ferne Galaxien an, aber die Sonne ist ja schließlich auch ein Stern“, ergänzt Michael Speichert, technischer Vorstand der RVTS. 

Am Infostand besteht zudem die  Möglichkeit, die  Sonne nicht nur durch ein Standard-Teleskop zu beobachten, sondern auch durch ein spezielles Sonnenteleskop  Dann könne man die Aktivitätsgebiete und die sogenannten Protuberanzen sehen, so Hübner. Protuberanzen sind starke Materieströme auf der Sonne. „Am Familientag schauen wir der Sonne also unter die Oberfläche“, sagt Speichert.

Auf dem Dach der Klaus-Groth-Schule.

Auf dem Dach der Klaus-Groth-Schule.

Foto: Sternwarte
 

Ein weiteres Angebot am Infostand ist ein Quiz, bei dem die Teilnehmer allgemeine astronomische Fragen beantworten müssen. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Teleskop, ein Spektiv und eine drehbare Sternkarte, mit der man den Sternenhimmel zu jeder Jahres- und Nachtzeit bestimmen kann. Weiterhin erhalten Astronomie-Interessierte technische Hilfestellung für die Anschaffung des ersten eigenen Teleskops, so der technische Vorstand.

Außer der Sonnenbeobachtung gibt es am Familientag die Möglichkeit, einmal mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen. Dazu gehöre unter anderem, dass Astronomie und Astrologie identisch seien, so Hübner. „Die Astrologie ist keine Wissenschaft. Sternbilder und Sternzeichen sind nicht identisch“. Zu den Mythen in der Astrologie gehöre vor allem der Irrglaube, durch die Konstellation der Sterne könne eine konkrete Prognose über die Zukunft eines Menschen abgeleitet werden. „Der Quatsch ist lediglich dazu da, um Geld damit zu verdienen“, fügt Speichert hinzu. Weitere Infos zu Stern- und Sonnenbeobachtung gibt es während des Familientags am Stand der Sternwarte.

Am Sonntag, 10. September, wird gleich doppelt Geburtstag gefeiert: Der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg feiert sein 125-jähriges Bestehen und der Kreisjugendring Pinneberg seinen 70. Geburtstag. Als dritter Veranstalter ist der Pinneberger A. Beig-Verlag dabei. Auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale, Alte Bundesstraße 10, wird es in der Zeit von 11 bis 17 Uhr Konzerte auf mehreren Bühnen, viele Imbissstände und jede Menge Spiel- und Spaßaktionen geben. Alle Infos finden Sie hier.
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erstellt am 20.Jul.2017 | 12:00 Uhr

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