Fairer Lohn für Schlachter

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15. Mai 2013, 01:14 Uhr

Seestermühe | Das Ende des Missbrauchs von Werkverträgen fordert der Elmshorner Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD). Anlässlich eines Besuchs beim Schlachtbetrieb Fülscher in Seestermühe informierte sich Rossmann umfassend über die Lage der Fleischerbranche. "Hier geht es um Niedrigstundenlöhne von fünf Euro und weniger, es werden keine Sozialabgaben bezahlt und häufig werden die Arbeitnehmer noch für Arbeitskleidung und Unterbringung zur Kasse gebeten", so Rossmann. Und auch Hausherr Jan-Peter Fülscher unterstützte die Forderung: "Wir brauchen dringend einen gesetzlichen Mindestlohn." Rossmann betonte: "Faire Arbeit wird durch Niedriglöhne kaputt gemacht", und das Schlachtgewerbe sei in einen Konzentrationsstrudel geraten, da schwarze Schafe ihre Extraprofite in Unterbietung der Wettbewerber invenstierten könnten. "Wir wollen, dass es klare Abgrenzungskriterien für Werksverträge gibt, um Missbrauch auszuschließen", so der Abgeordnete.

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