Serie: Sicher durch den Norden : Fahrtraining mit den Profis

Sportredakteur Dennis Krämer versucht sich im Slalomfahren.
Sportredakteur Dennis Krämer versucht sich im Slalomfahren.

Fahrsicherheitstraining als Gemeinschaftsaktion Ihrer Zeitung mit den Itzehoer Versicherungen.

shz.de von
14. Juli 2015, 18:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Alles läuft automatisch ab, im Unterbewusstsein – praktisch wie von selbst. Schalten, Kuppeln, Blinken. Bremsen, wieder anfahren – und kurz mal ausscheren, um  den zu langsamen Vordermann zu überholen. Jeden Morgen dasselbe Ritual, jeden Morgen dieselben Automatismen. Ohne viel nachzudenken steuern wir tagtäglich unser Auto durch den dichten Stadtverkehr oder rasant über die Landstraße. Fahren zur Arbeit oder zu Freunden. Alles Routine.

Aber wie reagieren wir richtig, wenn es dann doch einmal passiert, die Routine in Bruchteilen von Sekunden zur Herausforderung wird? Plötzlich muss der Vordermann bremsen, ein Fußgänger huscht über die Straße oder ein Gegenstand versperrt den Weg. Greifen auch dann noch Automatismen? Und wie reagieren wir in solchen seltenen Extremfällen richtig? Bremsen? Ausweichen? Und wenn ja, wie?

„Viele Autofahrerinnen und Autofahrer wissen gar nicht richtig, wie man im Notfall eine Vollbremsung einleitet oder haben Hemmungen voll in die Bremse zu steigen“, berichtet Fahrsicherheitstrainer Volker Stolley vom Verkehrsinstitut Nord (VIN). Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Hungriger Wolf nahe Itzehoe bietet das Institut in Zusammenarbeit mit der Itzehoer Versicherung Fahrsicherheitstrainings an, in denen Stolley und seine Kollegen den Teilnehmern vor Augen führen, wie ihr Fahrzeug bei einer echten Vollbremsung reagiert.

Experte Michael Breitling erklärt, was passieren kann, wenn man zu weit vom Lenkrad entfernt sitzt. (Foto: Ruff)
Experte Michael Breitling erklärt, was passieren kann, wenn man zu weit vom Lenkrad entfernt sitzt. (Foto: Ruff)
 

Erstaunt nehmen die Fahrer zur Kenntnis wie sehr sich ihr Bremsweg auf nasser Fahrbahn verlängert. „Nur Fliegen ist schöner“, ruft Stolley einem der Testfahrer ins Funkgerät, das jeder Teilnehmer in seinem Fahrzeug mitführen muss, während dieser mit aller Kraft versucht, seinen Audi auf der bewässerten Teststrecke von 70 Stundenkilometern herunterzubremsen.

Der Aha-Effekt der Testfahrer ist riesengroß, das angebotene Programm, für das sich die Leser der Zeitungen des A. Beig-Verlags in Pinneberg und des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) zu einem Vorzugspreis selbst anmelden können,  vielfältig: Außer theoretischen Grundlagen und Grundlagen der Ladungssicherung lernen die Teilnehmer das Bremsen auf trockener und glatter Fahrbahn, das Ausweichen, umfahren den Slalomparcours und üben sich in der Kurven- und Kreisfahrt.

Schleswig-Holstein-Redakteur Kay Müller probt auf dem Übungsgelände. (Foto: Ruff)
Schleswig-Holstein-Redakteur Kay Müller probt auf dem Übungsgelände. (Foto: Ruff)
 

Auch bei vermeintlich profanen Dingen ist der Lerneffekt nicht minder groß. Etwa bei der korrekten Sitzhaltung im Wagen, dem Abstand zum Gaspedal oder der Einstellung der Nackenstütze. „Viele liegen ja lieber in ihren Fahrzeugen, als das sie aufrecht sitzen. Können Sie sich vorstellen, was mit dem Oberkörper und dem Kopf bei einem Auffahrunfall mit 50 Stundenkilometern passiert, wenn der Sitz weit nach hinten gestellt ist und der Kopf frei herumgewirbelt wird“, fragt Fahrsicherheitstrainer Tim Hellfeuer, ein Kollege Stolleys, in die Runde. Betretenes Schweigen unter den Teilnehmern, von denen jeder noch einmal die richtige Einstellung des Sitzes überprüft. „Uns ist es wichtig, dass die Teilnehmer des Trainings dafür sensibilisiert werden, dass sie selbst mit wenigen Maßnahmen ihre Fahrt viel sicherer gestalten können und dass sie wissen, wie sie reagieren müssen, wenn es einmal zu einer Extremsituation kommen sollte“, betont Stolley. Und so nehmen die Teilnehmer neben jeder Menge spaßiger Erfahrungen – etwa dem Slalomparcours oder dem Einparken mit Einparkhilfe – ganz viele Erkenntnisse mit nach Hause – vor allem die, dass die alltägliche Routine im Straßenverkehr manchmal  trügerisch sein kann.

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Kreis Pinneberg „Sicher durch den Norden“ – unter diesem Motto lädt Ihre Zeitung zu einem Fahrsicherheitstraining auf dem Flugplatz Hungriger Wolf, Towerstraße 22 in Hohenlockstedt bei Itzehoe ein. Bei der Gemeinschaftsaktion Ihrer Zeitung mit den Itzehoer Versicherungen und dem Verkehrsinstitut Nord am Sonntag, 9. August, in der Zeit von 9 bis 16 Uhr können 33 Leser teilnehmen. Statt des regulären Preises von 95 Euro zahlen Sie als A-Beig-Leser nur einen einmaligen Aktionspreis von 25 Euro – inklusive Mittagssnack. Wichtig für die Teilnahme ist ein verkehrssicheres Fahrzeug. Die Übungen sind so ausgelegt, dass keine Überbeanspruchung der Fahrzeuge entsteht. Eine Anmeldung ist online möglich. Sollte es mehr Anmeldungen geben als das Kontingent hergibt, entscheidet das los. www.shz.de/fahrsicherheitstraining
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