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Bahnhof Tornesch : Fahrstühle werden endlich repariert

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Stadt Tornesch schießt 25.000 Euro vor, um Barrierefreiheit am Bahnhof wieder herzustellen. Gutachten zeigt technische Mängel auf.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Tornesch | Aufatmen können die Nutzer des Tornescher Bahnhofs. Nach fast einem Jahr sollen die beiden Fahrstühle in den Treppentürmen repariert und die Barrierefreiheit wieder hergestellt werden. Bereits am 16. Oktober soll der Auftrag für die Instandsetzung erteilt werden. Das beschloss der Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag einstimmig.

Geht es nach Torneschs Bürgermeister Roland Krügel (CDU), sollen die Fahrstühle „so schnell wie möglich“ wieder laufen. „Wir sind bereits dabei, die entsprechenden Firmen zu suchen.“

Seit Herbst 2014 sind beide Fahrstühle stillgelegt – aufgrund von Korrosionsschäden unterhalb der Lifte. Rathauschef Krügel (CDU) war von einem Planungsfehler für die Schäden ausgegangen. Vermutet wurde, dass die Fahrstühle schlicht nicht geeignet für den Betrieb in den Türmen waren, die Wind und Wetter ausgesetzt sind. Das bestätigte jetzt ein vom Landgericht Itzehoe beauftragter Gutachter im Beweissicherungsverfahren.

Inhaltlich komme der Gutachter zu dem Ergebnis, dass die Schäden an den technischen Anlagen der Aufzüge auf übermäßigen Feuchtigkeitseintrag durch Nutzer zurückzuführen sind, teilte die CDU Tornesch mit. Die Anlagen seien weder ausreichend gegen den Feuchtigkeitseintrag geschützt, noch sind Vorkehrungen berücksichtigt worden, die einen zügigen Abtransport der eingebrachten Feuchtigkeit gewährleisten.

Die Stadt habe das Ergebnis des Gutachtens abgewartet und werde die Reparatur nach Ablauf von Widerspruchsfristen am 16. Oktober in Auftrag geben. Mit geschätzten Kosten von 25  000 Euro geht die Stadt dafür in Vorleistung, so der Bürgermeister. „Das ist nur die erste große Sofortmaßnahme, damit wir das Ganze zum Laufen bekommen“, so Krügel. „Weitere Kosten sind nicht ausgeschlossen.“

Nachrüstungen notwendig

Der Bauausschussvorsitzende Henry Stümer (CDU) geht davon aus, dass Nachrüstungen an den Fahrstühlen notwendig werden, um Feuchtigkeit zukünftig abzuführen. Unklar bleibe laut dem Bauausschussvorsitzenden jedoch vorerst, wer für die entstandenen Schäden hafte – Planungsbüro oder ausführende Firma. Gehe die Angelegenheit vor Gericht, könne es Jahre dauern, bis dazu eine Entscheidung getroffen wird, so Stümer. „Wir wollen nicht mehr warten.“ Deshalb schieße die Stadt die Reparaturkosten zunächst aus eigener Tasche vor.

Verwaltungschef Krügel sagte zur anstehenden Fahrstuhl-Reparatur: „Wir werden am Ende sehen, wer die Kosten bezahlen soll. Wir versuchen, uns außergerichtlich zu einigen, um das Ganze zu beschleunigen.“

Die Menschen mit Gehbehinderungen, Mütter mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck oder ältere Menschen werden es der Stadt wohl danken, nachdem ihnen fast ein Jahr lang die Nutzung des Bahnhofs erschwert worden war. „Ich bin froh, dass unsere Leute da nicht mehr laufen müssen, gerade die Älteren“, zeigte sich Krügel erleichtert über die Entscheidung zur Reparatur.

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