Infoveranstaltung der Stadt : Fahrbahnverengung und Gehwegsperrung: Pinneberg Nord wird zum Nadelöhr

Die Baustelle an der Elmshorner Straße: Die Qucickborner Straße (oben) wird demnächst gesperrt.
Die Baustelle an der Elmshorner Straße: Die Qucickborner Straße (oben) wird demnächst gesperrt.

Im Bereich Elmshorner Straße / Quickborner Straße wird die Westumgehung angeschlossen – dort wird es deshalb eng.

shz.de von
31. Mai 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Derzeit ist es eng auf einer der Hauptverkehrsstraßen von Pinneberg: in der Elmshorner Straße Richtung Kummerfeld. Schon seit längerem ist dort Baustelle im Kreuzungsbereich der Quickborner Straße (L76), doch nun ist auch die Fahrbahn eingeengt und der Gehweg teilweise gesperrt: Gegenüberliegend bereitet die Stadt Pinneberg den Anschluss der Westumgehung vor, die Ende 2018 / Anfang 2019 fertig werden soll. Um über die Baumaßnahme zu informieren, hatte die Stadt zu einer Infoveranstaltung geladen.

Klaus Stieghorst vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen sah sich bei der Begrüßung fast 50 interessierten Bürgern gegenüber. Sie wollten konkrete Antworten auf ihre Fragen. Und die bekamen sie. Roland Schultz vom Fachbereich Verkehr gab ihnen zunächst eine Beschreibung der anstehenden Baumaßnahmen, danach hatten die Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Ärger über zugeparkte Einfahrten

Die Fragestunde nutzen viele Bürger dazu, ihren Unmut nicht nur zur anstehenden Baumaßnahme zu äußern, sondern prangerten auch generell die ihrer Meinung nach problematischen Gegebenheiten im Wohngebiet der kommenden Umleitung an. Zugeparkte Auffahrten, sinnlose und gefährliche „Sprungschanzen“ auf Kreuzungen und die Nicht-Einhaltung der Geschwindigkeiten. Schultz sagte dazu: „Dieses Verkehrsprojekt ist das größte und umfangreichste, das Pinneberg jemals in Angriff genommen hat. Uns ist bewusst, dass wir es nicht mit Zustimmung aller und unter Berücksichtigung aller Bedürfnisse durchführen können. Aber wir bitten auch darum, dass wir aktuell nicht für Dinge verantwortlich gemacht werden, die außerhalb unseres Aufgabenbereiches liegen oder bereits vor langer Zeit von Verwaltung und Politik so entschieden worden sind.“

Baumaßnahme Westumgehung: Daten, Abschnitte, Umleitungen

  • Bis Freitag, 8. Juni, soll der jetzige Bauabschnitt der Westumgehung fertig gestellt sein, der alle Maßnahmen auf der Westseite der Elmshorner Straße, Höhe L76, betrifft. Darin enthalten sind die Begrenzungen, eine Verkehrsinsel, Fußwege, Signaleinrichtungen und die Asphaltierung der westlichen Hälfte der Elmshorner Straße im Baugebiet.
  • Ab Sonntag, 10. Juni, wird der Bauabschnitt auf der östlichen Seite begonnen. Dies bedingt, dass die L76, zwischen der Elmshorner Straße und der Flensburger Straße, Höhe Auffahrt  zur A23, für jeglichen Verkehr gesperrt wird. Auch die östliche Hälfte der Elmshorner Straße wird dann gesperrt. Ende der Baumaßnahmen ist Sonnabend, 30. Juni.
  • Der von und nach Kummerfeld fließende Verkehr kann die Baustelle auf der westlichen Seite der Straße auf der neu asphaltierten Trasse, mit einer Ampelregelung, passieren. Ein Abbiegen nach Borstel-Hohenraden wird von beiden Seiten nicht möglich sein. 
  • Die Umleitung für Pkw und Busse von und nach Borstel-Hohenraden und zur A23 wird über Flensburger Straße, Tondernstraße, Borsteler Weg und Friedenstraße ausgeschildert und führt dann zur Elmshorner Straße, Höhe Ossenpad.
  • Der von Norden über die A23 kommende Verkehr wird  zur Auffahrt Pinneberg-Mitte umgeleitet. Besonders LKW werden vor dem Engpass  gewarnt und sollen das Gebiet großräumig umfahren.
  • Ampelphasen  werden dem geänderten Verkehrsfluss zum Teil angepasst. 
  • Der Ossenpad wird ab Dreieck Hörnkamp und Perleberger Straße quasi zur einseitigen Sackgasse, denn die Ausfahrt zur Elmshorner Straße wird nicht mehr möglich sein. Die Einfahrt in den Ossenpad aus Richtung Elmshorner Straße bleibt jedoch möglich.
  • Im Borsteler Weg und der Tondernstraße wird für die Bauzeit ein absolutes Halteverbot gelten. Für Lkw gilt bereits ein Verbot der Durchfahrt (Eine Ausnahme gilt für Linienbusse).

Längere Wege für Anlieger

Die Bauleitung, ergänzte Stieghorst, müsse alles gleichermaßen berücksichtigen und sich gegebenenfalls für das kleinste Übel entscheiden. So müsse leider, auch wenn dies zunächst rücksichtslos erscheint, in Kauf genommen werden, dass zum Beispiel ein mobiler Pflegedienst in dieser Zeit nicht mehr direkt vor den Häusern der Patienten auf der Borsteler Straße parken kann. Schüler, die ihren Schulweg im Bereich der Baumaßnahmen und der Umleitungen haben, sollten sowohl von den Eltern wie auch von den Schulleitungen beraten werden, was der beste und sicherste Weg für sie ist.

„Nach dieser Bauphase, also Ende Juni, werden alle Beschränkungen wieder aufgehoben“, betonte Schultz. Die nächste Phase sei die neue Kreuzung der Westumgehung und der Prisdorfer Straße, wo zwar auch eine Vollsperrung anstehen kann, aber eine kurze örtliche Umleitung möglich ist.

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