Kritik an Plänen der Stadt : Ex-Marktsprecher warnt vor Umzug des Pinneberger Wochenmarkts

Der Umzug des Samstagmarktes wird seit Jahren in Pinneberg diskutiert.

Der Umzug des Samstagmarktes wird seit Jahren in Pinneberg diskutiert.

Hans-Günter Petersen hält die Verlegung des Wochenmarkts für einen Fehler – und die Umfrage für Augenwischerei.

shz.de von
16. April 2018, 16:00 Uhr

Pinneberg | Mit einem Fragebogen möchte die Stadt Pinneberg gerade herausfinden, was sich die Bürger vom Wochenmarkt der Kreisstadt wünschen. Was die Stadt als bürgernahes Angebot vorgestellt hat, bringt Hans-Günter Petersen auf Zinne. Der ehemalige Sprecher der Marktbeschicker hält die Umfrage für Augenwischerei.

„25 Jahre lang haben die Verantwortlichen den Willen der Bevölkerung ignoriert“, sagt Petersen. Der ehemalige Betreiber des Marktcafés meint damit den seit Jahren geplanten Umzug des Samstagmarktes vor die Drostei, der 2018 Realität werden soll. Petersen hatte stets dagegen gekämpft, den derzeitigen Standort an der Elmshorner Straße aufzugeben.

Platzmangel und fehlende Parkplätze

Er kritisiert den Platzmangel vor der Drostei und die fehlenden Parkplätze und sieht eine düstere Zukunft für den Pinneberger Wochenmarkt heranziehen. „Der Umzug ist eine Katastrophe für die Kreisstadt“, sagt Petersen und fügt hinzu: „Wir werden sehen, was in einigen Jahren aus diesem ‚Restmärktchen‘ geworden ist.“ Im Gegensatz dazu halte Elmshorn eine für Kunden attraktive Alternative bereit.

Areal heruntergewirtschaftet

Aus Sicht des ehemaligen Marktsprechers sei das bisherige Areal an der Elmshorner Straße heruntergewirtschaftet worden. „Der Markt ist ein Jammertal“, so Petersen. Fehlende Parkplätze, ein unebener Untergrund und schmutzige Toiletten würden mittlerweile viele Besucher abschrecken. „1993 boten noch über 70 Händler ihre Waren an. Alle waren zufrieden“, sagt Petersen, der für die Bürgernahen politisch aktiv ist. Als damals die ersten Pläne aufkamen, den Markt zu verlegen, seien zahlreiche Unterschriften dagegen gesammelt worden. 1999 entschieden sich 70 Prozent der Bürger gegen eine Verlegung.

Politik und Verwaltung versprechen sich von der Verlegung des Marktes eine Belebung der Innenstadt. Bei einer Umfrage unserer Zeitung 2016 war die Stimmung der Marktbeschicker gemischt. Während einige Beschicker die fehlenden Parkplätze in der Innenstadt beklagten, erhofften sich andere bessere Einnahmen durch eine zentrale Lage in der City.

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