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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 14:51 Uhr

Pinneberg : Ex-Kasernengebäude zu verkaufen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wirtschaftsförderer Stefan Krappa trifft sich im April auf der Hannover Messe mit internationalen Investoren. Filetstück im Gepäck.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Stefan Krappa, Wirtschaftsförderer der Stadt Pinneberg, ist in seinem Element. Flink zeigt er auf dem großen Flächennutzungsplan, der in seinem Büro an der Wand hängt, wo es in Pinneberg noch Gewerbeflächen gibt: Ossenpadd, Rehmenfeld und die Erweiterung des Areals Gehrstücken. Hier gibt es allerdings noch kein Baurecht. Noch nicht. Anders bei dem geplanten Gewerbegebiet Müßentwiete. „Hier könnte man nach einer Erschließung bauen“, sagt Krappa.

Im Visier hat er derzeit das ehemalige Kasernengelände, bekannt unter dem Namen Parkstadt Eggerstedt, die im Entstehen ist. Die wenigen auf dem Gelände zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen will Krappa jetzt für die Stadt versilbern, um das Stadtsäckel zu füllen.

Dabei überlässt er nichts dem Zufall: Am 15. April fährt Krappa zur Hannover Messe, um internationale Investoren zu treffen. Es ist die weltweit wichtigste Industriemesse. Arrangiert hat das Treffen die WEP, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg . „Wir werden mit einer kleinen Delegation aus dem Kreis Pinneberg vertreten sein“, sagt Krappa. Schließlich nutze man jede Gelegenheit, um mit Investoren in Kontakt zu treten.

Im Gepäck hat der Wirtschaftsförderer ein ganz besonderes Angebot, gar ein Filetstück. Das sogenannte Gebäude Drei auf dem Eggerstedt-Gelände. In diesem ehemaligen Kasernengebäude lagerte die Bundeswehr früher unter anderem Uniformen. Jetzt steht es leer. „Das 3000 Quadratmeter große Gebäude ist trocken und massiv gebaut. Die Traglasten sind ordentlich“, sagt Krappa. Zum Abreißen sei es deswegen viel zu schade. Es eignet sich für Gewerbe und Großhandel und Handwerk.“ Außerdem sei das Ex-Kasernengebäude sofort nutzbar. Das Gewerbe müsse ins Gebiet passen, dürfe sich also nicht störend auswirken. Über seine Preisvorstellungen bewahrt er noch Stillschweigen. Aber es geht Krappa auch um den Standort Pinneberg insgesamt. „Ich werde auch andere Investitionsmöglichkeiten aufzeigen. Wir haben auch Bestandsimmobilien in den Gewerbegebieten an der Autobahn“, führt der Wirtschaftsförderer aus.

Doch zurück zur Parkstadt Eggerstedt – dem zurzeit heiß begehrten Areal in Pinneberg. Ein Teil des Geländes (sieben Hektar) vermarktet die Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnbau, auf einem anderen Teil (63.000 Quadratmeter) plant die Wabe eine internationale Schule mit einem Campus. Auch ein Vier-Sterne-Hotel soll dort ansiedeln. „Die internationale Schule ist ein wichtiger Standortfaktor, um internationale Unternehmen nach Pinneberg zu locken“, ist Krappa überzeugt. „Es ist ein Angebot an die Führungsebenen von großen Unternehmen, deren Kinder Englisch lernen sollen“, sagt Krappa.

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