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Pinneberg : Evangelische Familienbildung freut sich über regen Zuspruch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kochkurse bei der Evangelischen Familienbildung werden immer besser angenommen. Mehr als 100 Honorarkräfte.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Jesco Strozynski bezeichnet sich selbst als „Exot in den Spielkreisen“. Der 45-Jährige wurde vor fünf Jahren Vater und beschloss, seinen Ingenieurberuf aufzugeben. Er entdeckte das Kochen und gibt seit fünf Jahren Kurse bei der Evangelischen Familienbildung Pinneberg. Die kommen gut an. Mal steht er mit Grundschülern am Herd, mal richtet er eine Betriebsfeier oder einen Geburtstag in der kleinen Küche aus. Am liebsten stellen die Kinder selbst Nudeln her“, verrät er. Strozynski ist einer von mehr als 100 Honorarkräften der Evangelischen Familienbildung Pinneberg, die 450 Angebote realisieren. Im vergangenen Jahr kamen sie auf 7900 Kurs-Stunden.

Wenn das Team um Leiterin Gudrun Gaden das Jahresprogramm plant, stecken sie vier Wochen lang die Köpfe zusammen. „Unser Haus lebt von Fantasien“, sagt sie. Ihr Anspruch: Wünschen gerecht werden, Bewährtes verbessern, aber auch offen für Neues sein. Derzeit rauchen die Köpfe erneut, denn das nächste Jahr ist in Planung. Ob Spielkreis für die ganz Kleinen oder Paarkochen für Erwachsene – es sollen Angebote für alle zur Verfügung stehen.

Aber noch ist dieses Jahr nicht zu Ende. Zeit also, um auf das Herbstprogramm hinzuweisen, aber auch, um eine kurze Bilanz zu ziehen. Die fällt gut aus – allerdings: „Das Recht auf einen Krippenplatz ist zu merken“, sagt Gaden. Seit August 2013 haben Eltern einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz und nehmen diesen auch wahr. „Früher hatten wir Wartelisten für unsere Angebote, die gibt es jetzt nicht mehr“, so Gaden. Deshalb liege der Schwerpunkt nun auf dem ersten Lebensjahr, „wir wollen Familien ab der Geburt abholen und begleiten.“

Wie wichtig das sein kann, weiß Daniela Twele aus eigener Erfahrung. Als sie zum ersten Mal Mutter wurde, hatte sie viele Fragen, mit denen sie sich selbst an die Familienbildung wandte. Heute leitet die gelernte Erzieherin den Fachbereich Eltern-Kind-Arbeit bei der Einrichtung in Pinneberg. „Es geht nicht nur um Informationen, sondern auch um Kontakte“, sagt sie. Das Team nimmt verstärkt wahr, dass Menschen Anschluss suchen. Ein Umzug, die Großeltern wohnen nicht in der Nähe, berufstätige Freunde – all das seien Gründe, warum viele bei der Familienbildung Anschluss suchten.

In den kommenden Monaten stehen „Winter-Schlemmereien“ und „Fern(k)ost asiatisch“ auf der Menükarte von Strozynski und anderen Kursleitern. „Für das Paarkochen sind auch noch Plätze frei“, sagt Strozynski. „Mit 5 hab ich meine Phantasie an Nintendo verkauft“: So heißt der Film von Wilfried Brüning („Wege aus der Brüllfalle“), der am 25. September gezeigt wird – zum ersten Mal im Norden. Anschließend sind Vortrag und Diskussion geplant. Treffpunkt ist um 19 Uhr das Rathaus in Rellingen (Hauptstraße 60).

Allerhand zu kaufen gibt es beim Kinderkleider- und Spielzeugmarkt am 20. September hinter dem Gebäude der Familienbildung. Noch gibt es freie Plätze für Anbieter. Je näher Weihnachten rückt, desto mehr drehen sich auch Kursinhalte um dieses Fest. So steht am 16. November ein „Vorweihnachtliches Familien-Fotoshooting“ auf dem Programm, für das extra eine Fotografin kommt. Außerdem werden am 27. November Geschenke und Dekoration gebastelt und am 5. Dezember ist die ganze Familie zum Weihnachtslieder-Singen eingeladen.

Für das Angebot „Langsam groß werden“, die Vorbereitung auf den Kindergarten, sind noch Plätze in Kummerfeld frei. Ebenso für die Ferienfreizeit „Ponykinder“ in Borstel-Hohenraden, für Kinder ab sechs Jahren. Indes können sich Eltern beim autogenen Training entspannen. Bekanntschaften können beim Eltern-Café immer montags von 16 bis 17.30 Uhr geknüpft werden. Seit kurzem gibt es einen Raum, in dem sich Austauschfreudige jederzeit setzen können. „Wir suchen noch einen Namen, Vorschläge sind willkommen“, so Gaden.

Das Programm ist in einer Broschüre erhältlich, die mit einer Auflage von 9000 Exemplaren in etwa 15 Gemeinden ausliegt, in denen auch Kurse stattfinden. Anmeldungen werden online entgegen genommen.

Wer Fragen hat, kann diese unter der Nummer 04101-8450150 oder per E-Mail an info@fbs-pinneberg.de loswerden oder schaut direkt vor Ort vorbei (Bahnhofstraße 18). Die Bürozeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und montags und mittwochs zusätzlich von 15 bis 17 Uhr.

Die Evangelische Familienbildung Pinneberg wurde im Jahr 1959 gegründet und hat inzwischen mehr als hundert Honorarkräfte und 16 feste Mitarbeiter, bei denen es sich um Teilzeitkräfte handelt. Sie gehört, wie vier weitere Einrichtungen, zum Kirchenkreis West/Südholstein. Insgesamt sind es neun Einrichtungen, die einen Verbund bilden (Blankenese, Eppendorf, Hamm-Horn, Harburg, Niendorf-Lokstedt, Norderstedt, Osdorf, Poppenbüttel und Pinneberg) und ein gemeinsames Konzept haben. Im Kreis Pinneberg gibt es außer in Pinneberg noch die Familienbildung in Wedel und Elmshorn. Die Einrichtung in Pinneberg wird über die Kirche und Teilnehmerbeiträge finanziert. www.fbs-pinneberg.de
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