Etwas weniger Stress beim 15. Repair-Café der Luthergemeinde

Holger Jensen, Initiator und Organisator des Pinneberger Repair-Cafés, hatte sichtlich Spaß daran den Tuner zu reparieren. Ein Baugleiches Modell steht in seinem Wohnzimmer.
Holger Jensen, Initiator und Organisator des Pinneberger Repair-Cafés, hatte sichtlich Spaß daran den Tuner zu reparieren. Ein Baugleiches Modell steht in seinem Wohnzimmer.

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12. Juni 2018, 11:45 Uhr

„Ein Ventilator wäre heute schön gewesen, aber stattdessen hatte ich Toaster und Lampen auf dem Tisch“, sagte Holger Jensen, Initiator und Organisator des Pinneberger Repair-Cafés, lachend. „Das Gute ist aber, dass die Termine im Mai und Juni nicht so stark frequentiert sind und wir etwas weniger Stress haben“, sagte Jensen anlässlich der 15. Auflage der Reparaturwerkstatt.

Von Stress war am Sonnabend im Gemeindesaal der Lutherkirche wenig zu spüren, denn die Aufträge verteilten sich auf viele Schultern.

„Wir sind trotz des Wetters in voller Besetzung da. Es ist kein Arbeitsplatz mehr frei“, erläuterte Jensen. Insgesamt 25 Reparateure kümmerten sich um defekte Fahrräder, Lampen, Kleidungsstücke und vor allem Haushaltsgeräte. „Vor allem ältere Menschen kommen immer wieder mit ihren Transistorradios, an denen sie hängen“, erläuterte Jensen. Repariert wird alles, was die Kunden mitbringen. Und sich vor allem noch retten lässt.

„Ich kann nur jedem immer wieder empfehlen, über das Repair-Café zu gehen, bevor man etwas wegschmeißt“, sagte Jensen und ergänzte: „Wir sind quasi die kostenlosen Gutachter, ob etwas reparabel ist.“ Mittlerweile habe die Initiative Fachleute für verschiedenste Bereiche. Und das wecke auch Interesse.

„Wir haben mittlerweile zwei Mitglieder in Arbeit vermittelt“, sagte Jensen lachend. Ein Zersparnungsunternehmen aus Pinneberg hatte bei ihm angefragt, ob es nicht bei den Helfern des Repair-Cafés Mitarbeiter gebe, die im Unternehmen helfen können. Über das Arbeitsamt habe der Unternehmer keine geringfügigbeschäftigten Mitarbeiter finden können. „Ich habe das weitergegeben und das hat so gut geklappt, dass mittlerweile schon der zweite Helfer aus unserer Runde angefragt wurde“, sagte Jensen, der am Sonnabend nur Lob für sein Team hatte: „Bei dem Wetter 25 Leute aktivieren können, das ist eine Menge Ehrenamt, die hier zusammenkommt.“

Die nächsten Repair-Cafés finden am Sonnabend, 8. September und 10. November, in der Lutherkirche, Kirchhofsweg 76, statt. „Bis dahin wollen wir unsere Abläufe noch weiter optimieren“, sagte Jensen.

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