Essen wie im Feinschmecker-Restaurant

Berit Adams (links) und Birte Schulz sind die stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins.
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Berit Adams (links) und Birte Schulz sind die stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins.

Beim Bönningstedter Tennisclub werden die Spieler nach den Punktspielen anspruchsvoll verköstigt / Geselligkeit ist das A und O / Traum vom Ganzjahresplatz

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08. Juni 2014, 17:44 Uhr

Gerichte wie die Scampi- oder Wasserkastanienpfanne dürfen getrost der gehobenen Speisekarte eines Feinschmecker-Restaurants zugeordnet werden. Dass es derartige Leckereien regelmäßig auch auf der Sportanlage des Bönningstedter Tennis-Clubs (BTC) zu verzehren gibt, hat der 1979 gegründete Verein wohl Kommissar Zufall zu verdanken. Denn: „Jens Walz ist nicht nur der Gatte unserer Jugendleiterin Renate Walz. Er kocht halt auch leidenschaftlich gerne und beköstigt uns hier nach den Punktspielen manchmal schon recht anspruchsvoll“, freuen sich Berit Adams und Birte Schulz. Die beiden Marketingexpertinnen, die sich gerade erst zu stellvertretenden Vorsitzenden in den BTC-Vorstand wählen ließen, mögen gute Rezepte. Eines, das sie sich zu ihrem Amtsantritt selbst ausstellten, ist die vermehrte Mitgliederwerbung und ein kräftiges Rühren der Werbetrommel.

„Viele Leute, gerade neu hinzugezogene, wissen gar nicht, welch schöne Tennisanlage hier an der Goosmoortwiete existiert. Ich finde, sie zählt zu den schönsten in ganz Schleswig-Holstein“, verfällt Adams ins Schwärmen, während über den nur wenige Meter von der Terrasse des schmucken Clubheims entfernten sechs Rotsand-Tennisplätzen die Sonne lacht.

„Schon bald werden wir mit ein paar Flyern und Postkarten für den Verein und seine Aktivitäten werben. Ferner sind wir am 23. und 24. August Ausrichter eines Turnieres für die Leistungsklassen 10-23“, sagt Adams. Außerdem beteilige sich der BTC gern auch an Gemeindefesten. Geselligkeit werde bei dem Verein groß geschrieben. Unterdessen steht es gerade im „Damen-30“-Doppel auf Platz eins 40 zu 15. Marion Böller, Janina Neumann, Mirja Johnke und Alexandra von Appen haben sich heute zu einem schweißtreibenden Match verabredet. Sie zählen zu den ersten Tennis-Cracks, die an diesem Tag die herrlich angelegten Plätze nutzen.

„Seit dem 19. April läuft die neue Freiluftsaison. Die geht dann bis Oktober“, erklärt Adams. Tennis spielen im BTC sei „für wirklich Jedermann“ möglich. „Bei uns kommen sowohl Leistungsspieler als auch Hobby-Akteure zu ihrem Recht. Das alles für relativ kleines Geld, da Tennis heute bekanntlich nicht mehr der elitäre Sport in Weiß ist, wie er es noch zu den Hochzeiten von Steffi Graf und Boris Becker war“, erläutert Adams, ehe Sportkameradin Schulz die positive Entwicklung im Mitgliederbereich hervorhebt.

„Besonders freuen wir uns darüber, dass unter den jetzt 200 BTC-Mitgliedern auch wieder 50 Kinder und Jugendliche sind. So konnten wir bereits eine dritte Juniorenmannschaft anmelden. Tendenz steigend“, sagt Schulz und ergänzt, sie hoffe auf noch mehr Zuwachs in allen Altersgruppen.

Neben dem 1. Damen-Team (Bezirksklasse) gingen derzeit für den BTC drei „Damen 30“-und eine „Damen 50“-Mannschaft an den Start, während bei den Herren die Altersklassen 30, 40, 50, 60 und 65 vertreten seien.

„Zudem gibt es auch drei Hobbyteams, die sich meistens unter der Woche treffen“, ist es dann wieder Adams, die einen großen Wunsch hat: „Ein Ganzjahresplatz – ob in der Halle oder unter einem Zelt. Das ist auch der Traum unseres Präsidenten Rolf Lammert“, verrät die Marketingleiterin aus dem Gesundheitsbereich.

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