Essen steht auf dem Stundenplan

Mandarinen, Äpfel und Möhren bereicherten gestern Vormittag das Frühstück in der Klasse 2  a der Hasloher Peter-Lunding-Schule.
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Mandarinen, Äpfel und Möhren bereicherten gestern Vormittag das Frühstück in der Klasse 2 a der Hasloher Peter-Lunding-Schule.

EU-Schulprogramm sorgt in der Hasloher Grundschule für frisches Obst und Gemüse / Gesunde Ernährung im Sachunterricht Thema

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12. Januar 2018, 16:00 Uhr

„Oh, eine lila Möhre! Die sind lecker – und außerdem ist es meine Lieblingsfarbe“, sagt eine Schülerin und nimmt sich ein Stück. Eine andere holt sich eine Mandarine, legt sie neben ihr Pausenbrot und erklärt: „Die esse ich gleich zum Nachtisch.“

Die Szenen stammen aus dem Schulzimmer der Klasse 2 a der Hasloher Peter-Lunding-Schule und spielen sich so oder ähnlich zwei Mal in der Woche ab. Grund dafür ist, dass die Bildungseinrichtung seit Beginn des Schuljahrs am EU-Programm „Obst, Gemüse und Milch“ teilnimmt. Zwei Mal in der Woche, immer montags und mittwochs, liefert ein Bio-Bauer frisches Obst und Gemüse an, das dann in den derzeit sieben Klassen der Schule verteilt und in der Frühstückspause verspeist wird.


Drei Sorten zwei Mal in der Woche

„Wir sind vom Ministerium angeschrieben worden und haben uns daraufhin beworben, an dem Programm teilzunehmen“, berichtet Schulsekretärin Astrid Schacht. Mit Erfolg: Wie in zehn weiteren Grundschulen im Kreis Pinneberg wird seitdem zu Beginn der Pause eifrig geschält und geschnibbelt. Die Menge sei vom Ministerium genau vorgegeben worden: „100 Gramm pro Kind und Lieferung sind vorgesehen“, sagt Schacht. Festgelegt sei außerdem, dass immer drei verschiedene Sorten angeliefert werden. Gestern waren es Äpfel, Karotten und Mandarinen.

„In den Klassen mit älteren Schülern erledigen das Schälen und Zerteilen die Jungen und Mädchen selbst“, erklärt Klassenlehrerin Christiane Mucker. Für ihre Zweitklässler greift sie zum Gemüseschäler und Messer und richtet die Stücke auf einer Platte an, von der sich die Kinder dann das nehmen dürfen, was sie gern mögen. „Im Sachunterricht haben wir zu Beginn des Schuljahrs das Thema Ernährung durchgenommen“, erläutert die Lehrerin. Welche Nahrungsmittel gesund sind und wie die Ernährungspyramide aussieht, wissen die Schüler seitdem.


Neues Angebot kommt gut bei den Kindern an

Die Ergänzung zu den mitgebrachten Pausenbroten kommt bei den Schülern gut an: Auf die Frage, ob sie denn überhaupt gern Obst und Gemüse essen, bejahen die Mädchen und Jungen umgehend. „Da sind ganz viele Vitamine drin“, weiß ein Kind. „Die braucht unser Körper, damit er gut funktionieren kann“, ergänzt eine andere Schülerin.

Ziel des Programms ist es, gesunde Ernährungsgewohnheiten der Kinder gezielt zu fördern. „Auch Milch wird angeboten, doch diese Option haben wir nicht gewählt“, berichtet Schacht. Um den Lieferanten habe sich die Schule selbst gekümmert. „Es war gar nicht so einfach, einen Biohof zu finden, der das leisten kann“, sagt Schacht. Kosten entstünden der Schule nicht, der Lieferant werde vom Ministerium bezahlt. „Wir werden uns für die Fortsetzung des Programms bewerben“, kündigt sie an.

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