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Flüchtlinge in Pinneberg : Es wird ein Dolmetscher gesucht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kreisstadt nimmt verstärkt Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak auf.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 16:15 Uhr

Pinneberg | Die Flüchtlingszahlen in der Stadt Pinneberg steigen nicht nur, auch die Schwerpunkte bei den Herkunftsländern verschieben sich. Die Kreisstadt nimmt verstärkt Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak auf. Dies führt zu neuen Herausforderungen: Es mangelt an Dolmetschern, die Arabisch oder Persisch sprechen. Dies machten Ludger Fischer vom Diakonieverein Migration sowie Christa Hausmann von der Wohnungslosenhilfe in einem Arbeitsgespräch mit dem Sozialausschuss klar.

„Wir greifen auf Übersetzer aus dem Projekt „Mimi“ (Mit Migranten für Migranten) zurück“, erklärte Hausmann. Aus dem Projekt könnten jedoch nicht genug Menschen mit Kenntnissen in den fraglichen Sprachen vermittelt werden. Fischer betonte die Bedeutung von Übersetzern. Viele Flüchtlinge seien traumatisiert und hätten gravierende persönliche Probleme. Eine funktionierende Verständigung sei daher wichtig. „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass zufällig Nachbarn zu den Gesprächen mitkommen, die Deutsch sprechen“, so Fischer. Auch in der Pinneberger Moschee würde vor allem Türkisch gesprochen. Ein weiteres Problem sei es, dass Integrationskurse, bei denen Sprachkenntnisse vermittelt werden, nur für Migranten mit gesichertem Aufenthaltsstatus finanziert würden. Flüchtlinge zählten meist nicht zu dieser Gruppe.

Die Politiker baten die Experten, dass Gespräch mit dem Jobcenter zu suchen. Dort arbeite man bereits mit „Mimi“ zusammen, eventuell könnten weitere Personen vermittelt werden. Ebenfalls anwesend war Sven Grüne von der Kita Waldstraße. Er beklagte, dass auch die Gelder für Sprachförderungsangebote in den Kitas zusammengestrichen würden. „Dabei wird der Bedarf größer“, so Grüne.

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