Es werde Licht im TC Prisdorf

Jörg Schneider  (von links), Vorsitzender des Tennis-Clubs Prisdorf, sein Stellvertreter Joachim Ahrendt, Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP) und Andrea Wenghöfer, die für den Kreis Pinneberg bauliche Fördermaßnahmen beaufsichtigt, nahmen die neue Beleuchtungsanlage in der Prisdorfer Tennishalle offiziell in Betrieb.
Jörg Schneider (von links), Vorsitzender des Tennis-Clubs Prisdorf, sein Stellvertreter Joachim Ahrendt, Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP) und Andrea Wenghöfer, die für den Kreis Pinneberg bauliche Fördermaßnahmen beaufsichtigt, nahmen die neue Beleuchtungsanlage in der Prisdorfer Tennishalle offiziell in Betrieb.

Tennisverein weiht neue Beleuchtungsanlage ein / Kosten belaufen sich auf 95 000 Euro / Einsparungen beim Strom erwartet

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23. Oktober 2018, 16:00 Uhr

Zwei Jahre liegen zwischen erster Planung und der realen Umsetzung: Am Sonnabend konnten die Mitglieder des Tennis-Clubs Prisdorf (TCP) die neue Hallenbeleuchtung endlich offiziell in Betrieb nehmen. „Man lernt eine Menge, wenn man nicht täglich mit Antragsverfahren und Fördergeldgebern zu tun hat. Vor allem muss man Geduld haben“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Joachim Ahrendt, der das Projekt maßgeblich betreut hat.

„Wir hatten ja anfangs mehrere Sanierungsprojekte, aber von der großen Aktion mit der Sanierung des Hallendachs haben wir vorerst Abstand genommen, weil es für uns nicht zu finanzieren war“, sagte der TCP-Vorsitzende Jörg Schneider. Das Dach der 1981 gebauten Drei-Feldhalle soll vorerst mit Reparaturen in Schuss gehalten werden. Neu ist die Elektronik darunter. Die komplette Beleuchtung wurde auf LEDs umgestellt. „Dadurch ist die Halle besser und gleichmäßiger ausgeleuchtet und wir sparen Strom“, sagte Schneider. Etwa 95 000 Euro hat der Verein investiert. 20 000 Euro flossen aus der Klimaschutzinitiative des Bundes, 14 000 Euro kamen vom Landessportverband (LSV), 18 000 Euro steuerte der Kreis Pinneberg bei und 9500 Euro sind der gemeindliche Anteil. Etwa 34 000 Euro muss der TCP selbst über Kredite finanzieren, die auf 25 Jahre angelegt sind.

Allerdings gibt es beim gemeindlichen Anteil eine Besonderheit. „Diesen müssen wir wohl erstmal tragen“, sagte Schneider. Nur wenn die Gemeinde zehn Prozent der Investitionssumme übernimmt, fließen auch Gelder von Kreis und Land. Aufgrund der klammen Kasse in Prisdorf haben sich die Gemeinde und der TCP darauf verständigt, ein Spendenkonto einzurichten, um den Gemeindeanteil darüber zu finanzieren. Etwas mehr als 4300 Euro sind bisher zweckgebunden darauf eingegangen. „Die Differenz müssen wir als Verein erst einmal vorstrecken. Daher freuen wir uns über jeden, der beispielsweise zum Geburtstag auf Geschenke verzichtet und eine Spende tätigt“, sagte Schneider. „Leider dürfen wir solche Investitionsmaßnahmen nicht direkt fördern. Das ist haushaltsbedingt“, erläuterte Prisdorfs Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP).
Die neue Beleuchtung soll die Kosten des Vereins deutlich reduzieren. „Wir gehen davon aus, dass wir unseren Stromverbrauch um 50 bis 60  Prozent senken können“, erläuterte Ahrendt. Das seien pro Jahr etwa 4000 Euro. „Mit den Einsparungen wären dann vielleicht auch andere Investitionen möglich“, so Ahrendt. „Für einen kleinen Verein wie uns ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir so ein Projekt über die Bühne bringen“, sagte Schneider. Daher wurde die Einweihung der Anlage auch mit einem Jux-Turnier und einer Party gefeiert. Schwarz hatte dafür einen Sponsor gefunden. „Da Essen und Getränke kostenlos sind, würde ich mich freuen, wenn der eine oder andere noch eine Spende einzahlen würde, damit wir bald die 9000 Euro voll haben.“

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