Anstoss - Die HSV-Kolumne : Es geht um den Klassenerhalt

Der HSV (hier: Beister) erlebte einen deprimierenden Abend.
Der HSV (hier: Beister) erlebte einen deprimierenden Abend.

Das Debakel gegen Hoffenheim war schon verdrängt, da setzt es eine weitere Klatsche: 2:6 geht der HSV in Dortmund unter. Während einige im Verein noch von Europa träumen, weiß unser Kolumnist Oliver Carstens inzwischen, wohin die Reise geht.

shz.de von
15. September 2013, 16:00 Uhr

Das war wohl nichts. In Dortmund zu verlieren ist keine Schande. Die Höhe allerdings macht Angst. Nach dem fünf Gegentoren gegen Hoffenheim musste Torwart Renè Adler gegen den BVB sogar sechs Mal den Ball aus dem Tor holen. Bei zwei Gegentoren sah der Keeper dabei zumal nicht wirklich gut aus.

Viel mehr Angst sollte jedoch den Fans die desolate Mannschaftsleistung des HSV machen. Trainer Thorsten Fink nahm während der Partie einige taktische Änderungen vor, die das ohnehin anfällige HSV-Gerüst nicht stabilisierten. So war Westermann beim Gegentor durch Aubameyang zu weit weg von seinem Gegenspieler, das Zentrum in der Defensive lag frei.

Auch nach fünf Spieltagen lässt sich beim Hamburger SV immer noch kein System entdecken, auf das Fink setzt. Teilweise wirkte das Team so, als spiele es zum ersten Mal miteinander. Die großen Träume von Europa scheinen auch in dieser Saison nicht erfüllt zu werden. Was kein Problem ist, wenn sich die Verantwortlichen mit dem Formuliern von hochtrabenden Zielen endlich mal zurückhalten würden. Denn Siege wie das 4:0 gegen Braunschweig helfen nur für den Klassenerhalt.

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