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Cup der Freundschaft : Es geht nicht immer ums Gewinnen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Oberliga-Kicker des VfL Pinneberg spielen beim „Cup der Freundschaft“ gegen geistig oder körperlich behinderte Menschen.

Pinneberg | Einmal im Jahr ist das oberste Ziel der ersten Herrenmannschaft des VfL Pinneberg, haushoch zu verlieren. Denn gewinnen sollen die anderen. Seit fünf Jahren organisiert der Verein ein Trainingsspiel mit körperlich oder geistig behinderten Menschen.

Diesmal wurde zum ersten Mal nicht nur trainiert und kurz gespielt, sondern ein richtiges Turnier veranstaltet. Beim „Cup der Freundschaft“ am Mittwochabend traten die Kicker gegen die Mannschaft der Heidewegschule in Appen sowie gegen die zwei Mannschaften der Werkstatt Eichenkamp in Pinneberg an.

Letztere waren zum ersten Mal dabei. Die Sportler des VfL spielten an diesem lauen Frühsommerabend mit „angezogener Handbremse“, verrät Liga-Manager David Fock. „Es geht einfach darum, Spaß zu haben. Wir wollen den Menschen mit Handicap zeigen, dass sie dazugehören.“ Das Turnier soll eine feste Institution werden. Im kommenden Jahr soll eine Behindertenwerkstatt aus Elmshorn dazu kommen.

Der Spaß war den Spieler anzusehen. Alle brachten sich auf dem Platz mit vollem Körpereinsatz ein. Zurückhaltung war hier nicht gefagt. Beim Warmlaufen gestaltete sich der Kontakt zwischen den Mannschaft noch zögerlich, das änderte sich jedoch gleich mit dem Anpfiff.

Kai Mügge, stellvertretender Schulleiter an der Heidewegschule, ist begeistert von der Aktion. „Als die Türen vom Bus aufgingen, und die hier auf den Platz geströmt sind, haben sie sich richtig gefreut. Die Schüler sind unendlich stolz, dass sie gegen die Oberliga-Spieler antreten können. Die werden alles tun, um zu gewinnen.“

Normalerweise werde auf einem kleineren Feld gespielt, deshalb sei das Spiel eine Herausforderung für die Jugendlichen. „Für beide Seiten ist das immer ein großes Erlebnis“, führt Mügge weiter aus. „Unsere Schüler fühlen sich ganz anders ernst genommen.“ Für die VfLer sei der erste Kontakt zunächst fremd gewesen. „Viele haben ja gar keinen Kontakt zu geistig behinderten Menschen. Der inklusive Gedanke ist natürlich auch immer mit dabei.“

Die Mannschaft der Heidewegschule gewann am Ende überlegen mit sieben Punkten. Auf dem zweiten Platz landete die erste Mannschaft der Werkstatt Eichenkamp mit sechs Punkten. Die zweite Mannschaft der Werkstatt Eichenkamp wurde mit drei Punkten Dritter. Die Oberliga-Mannschaft des VfL Pinneberg belegte mit einem Punkt den letzten Platz.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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