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Arbeitsmarkt im September : Erwerbslosenzahlen im Kreis Pinneberg sinken

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Herbstbelebung und Ausbildungsstart lassen Erwerbslosenzahlen sinken. Arbeitslosenquote bei 5,0 Prozent. Beratung für Flüchtlinge.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Mit dem Ausbildungsstart und der Herbstbelebung des Arbeitsmarkts ist die Zahl der Erwerbslosen im Kreis Pinneberg deutlich gesunken. Die Agentur für Arbeit Elmshorn legte jetzt die aktuellen Zahlen für den Monat September vor. Demnach waren 8477 Menschen arbeitslos, 245 weniger als im August und 182 weniger als im September 2014. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,0 Prozent. Im Vormonat lag sie bei 5,2 Prozent, ebenso im Vorjahresmonat.

„Viele Jugendliche haben in den letzten Wochen ihre Ausbildung begonnen. Zudem stellten die Unternehmen nach den Ferien wieder mehr Arbeitskräfte ein. Die weiterhin sehr hohe Arbeitskräftenachfrage und Ausbildungsbereitschaft der Betriebe stützt diese saisonalen Effekte“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Insbesondere die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren ist laut Arbeitsagentur gesunken – um 18,9 Prozent. Derzeit seien 760 junge Menschen im Kreis arbeitslos, 177 weniger als im August. Mit 4,4 Prozent liegt die Arbeitslosenquote der Jugendlichen deutlich niedriger als die allgemeine Quote.

 

Von den 8477 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit im Rahmen der Arbeitslosenversicherung im September 2965 Menschen, 184 Personen weniger als im August. Beim Jobcenter, das für die Grundsicherung zuständig ist, waren 5512 erwerbslose Männer und Frauen registriert, 61 Personen weniger als im August.

Zu den 8477 Arbeitslosen kamen im September weitere 2088 Menschen, die ohne Arbeit waren, weil sie sich derzeit qualifizieren oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Insgesamt befanden sich im Kreis 10  565 Menschen in Unterbeschäftigung. Diese hat in den vergangenen zwölf Monaten jedoch abgenommen. Im Vorjahr waren 429 Menschen mehr davon betroffen.

Arbeit wichtig für die Integration

Die Arbeitskräftenachfrage ist laut Agentur für Arbeit weiterhin hoch. Kenntemich verdeutlicht auch in Bezug auf die Integration von Flüchtlingen: „Aktuell warten mehr als 2200 offene Stellen im Kreis Pinneberg auf eine passende Arbeitskraft. Wir sollten daher Migration auch als Chance für unsere Region verstehen. Integration von Flüchtlingen muss bei Schutz, Unterkunft und Sprache beginnen und bei Arbeit weitergehen. Die meisten Migranten wollen bei uns ein neues Leben starten. Damit dies gut und dauerhaft gelingt, bieten Jobcenter und Arbeitsagentur individuelle Beratung und Hilfen an.“

Der Zustrom von Migranten mache sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar, treffe auf eine gute Konjunktur. Die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit habe innerhalb eines Jahres um 72 Personen zugenommen. Stark erhöht habe sich die Zahl der Syrer, die mittlerweile unter den Kunden von Jobcenter und Arbeitsagentur die viertgrößte Nation nach Deutschen, Türken und Polen ausmache. Mit 99 Personen stellten sie trotzdem nur einen kleinen Anteil aller Arbeitslosen (1,2 Prozent).

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