Erstmals mehr als 500 Trauungen

Sie haben 2013 mehr als 500 Paare verheiratet: Andre Bilitewski (von links), Kerstin Noffke, Anke Schlüter und Andre Marten vom  Uetersener Standesamt.
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Sie haben 2013 mehr als 500 Paare verheiratet: Andre Bilitewski (von links), Kerstin Noffke, Anke Schlüter und Andre Marten vom Uetersener Standesamt.

Hochzeitsstadt Uetersen: Konzept zahlt sich für Stadt und Wirtschaft aus / Eheschließung ist an 365 Tagen im Jahr möglich

shz.de von
31. Dezember 2013, 16:38 Uhr

Hochzeitsstadt Uetersen. Dass diese Bezeichnung zutrifft, wurde in den vergangenen zwölf Monaten erneut deutlich. 512 Paare ließen sich in der Rosenstadt trauen. Rekord. Ein Grund für den Erfolg sind die Öffnungszeiten. An 365 Tagen im Jahr können sich Paare das „Ja-Wort“ geben. „In Norddeutschland ist dieses Angebot einzigartig“, erläutert Anke Schlüter, geschäftsführende Standesbeamtin.

Aus sechs Räumlichkeiten können die Hochzeitswilligen wählen. Zur Auswahl stehen das Trauzimmer im Rathaus, das Restaurant St. Esprit im Prörinnenhaus, das Café Langes Mühle, das Heimathaus in Tornesch, die Bandreißerkate in Haseldorf sowie der Haseldorfer Hof. „Im Sommer kann zudem auf der Hochzeitsinsel im Rosarium geheiratet werden“, so Schlüter. Die Folge: Aus ganz Deutschland kommen mittlerweile Paare in die Rosenstadt. Vor allem jedoch aus Hamburg. „Dort wird regelmäßig auf uns verwiesen“, so Schlüter.


Konzept stammt aus dem Jahr 1999


Egal ob Heiligabend, Silvester oder Ostersonntag – Hochzeitstermine werden für das gesamte Jahr vergeben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Wochenenden – wenn die übrigen Standesämter geschlossen sind. 1999 wurde das Konzept der Hochzeitsstadt ins Leben gerufen. Federführend war der damalige Bürgermeister Karl-Gustav Tewes. Schlüter, die seit 20 Jahren im Standesamt arbeitet, erläutert den Grundgedanken: „Wir wollen mehr Service bieten als andere.“ Dazu gehören auch ausführliche Traugespräche, um auf die Wünsche der Paare einzugehen und der Hochzeit so eine individuelle Note zu geben, so Schlüter.

Lässt sich ein Paar außerhalb der Amtsräume im Rathaus oder außerhalb der regulären Öffnungszeiten trauen, werden zusätzliche Gebühren fällig. Geld, das in den Stadtsäckel wandert. Insgesamt sei der wirtschaftliche Nutzen für Uetersen nicht zu unterschätzen, werde der gesamte Standort gestärkt, so Schlüter. Denn auch Floristen, Juweliere, Restaurants und Hotels würden profitieren.

Reservierungen nimmt das Standesamt, das seit 2007 auch für den Amtsbezirk Haseldorf und die Stadt Tornesch zuständig ist, für etwa neun Monate im Voraus entgegen. So sind für 2014 bereits mehr als 150 Termine vorgemerkt. Doch es geht auch spontan. Schlüter: „Sie können heute anrufen und morgen heiraten.“

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