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Erfolgreiche Premiere : Erster Sportdialog in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Uwe Frommhold, Geschäftsführer der Hamburg Freezers, gibt Pinnebergern Einblicke ins professionelle Sportmanagement.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Das Gespräch ist aufgenommen. Mit einem Sportdialog verwirklichte der VfL jetzt ein Anliegen, das beim Sportforum im Februar als gemeinsamer Wunsch aller beteiligten Vereine in der Stadt formuliert worden war, nämlich die Wiedereinführung eines Runden Tisches in Sportangelegenheiten. Den Raum für die Premiere stellte die Sparkasse Südholstein zur Verfügung. Zu dieser ersten Runde kamen knapp 30 Interessenten zusammen.

Der „Dialog“ wurde als zugleich informatives wie auch sehr unterhaltsames Interview in Szene gesetzt. Der Hamburger Sportredakteur Björn Jensen befragte Uwe Frommhold, Vize-Präsident der Anschütz-Gruppe und somit Geschäftsführer der Hamburg Freezers wie auch der O2-Arena. Ein Glücksgriff: Jensen ging gründlich vorbereitet ans Werk und Frommhold antwortete entspannt, direkt und offen. Das Ergebnis war ein unverstellter Blick hinter die Kulissen, für manche Teilnehmer ein echtes Aha-Erlebnis: So also funktionieren professioneller Sport und kommerzieller Arenabetrieb.

Genau dieses Ergebnis hatte sich VfL-Geschäftsführer Uwe Hönke gewünscht. Ein Blick über den Tellerrand sollte es sein und zugleich die unendliche Vielfalt des Sports ins Bewusstsein rufen. „Das bringt uns weiter als immer nur unsere Pinneberger Probleme durchzuhecheln“, war sich Hönke sicher, der die Gesprächsrunde in unregelmäßigen Abständen fortsetzen will.

Ein lokales Problem stand schon im Raum: der schon lange auf Erfüllung wartende Wunsch der VfL-Hockeyabteilung nach einem adäquaten Kunstrasenplatz für ihren Sport. Mit seiner letzten Frage entlockte Jensen dem Freezer-Chef dazu ein paar Ratschläge: „Gut geklaut ist besser als schlecht selbstgemacht“ schrieb Frommhold den Pinneberger Hockeyspielern ins Poesiealbum. Also herumgucken, wie es andere schaffen. Und dann sprudelte er auch schon Vorschläge hervor, wo und mit wem vielleicht was zu machen sei. Dabei hatte er vorher beinahe gedruckst, er verstehe von der lokalen Situation doch viel zu wenig. Genau das machte Frommholds besonderen Charme aus: Ein überzeugender Könner und Macher, dem jedes Prahlen fern lag. Gut 90 Minuten lang dauerte der Dialog. Das war vielleicht etwas zu lang, die Zuhörer wurden gegen Schluss merklich unruhig. Die anschließende Gelegenheit, Fragen zu stellen, wurde nur spärlich wahrgenommen. Dann verabschiedete sich Frommhold mit einem Geschenk: Er hatte einen vom kompletten letztjährigen Freezers-Team signierten und vom Freezers-Profi Jerome Flaake auch eingesetzten Eishockey-Schläger dabei, den er dem VfL-Jugend-Hockey-Spieler Alexander Freyer in die Hand drückte. Eine wertvolle Spende, denn die Gabe soll versteigert werden und so mithelfen, den Kunstrasenplatz zu finanzieren.

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