Erster SHMF-Spielstättenführer

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Ulrike Ohl legt Bildband mit Porträts von Ahrensburg bis Wotersen vor / Spannende Fakten zu Elmshorn, Haseldorf und Rellingen

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09. Juli 2014, 16:00 Uhr

Ulrike Ohl ist detailverliebt. Adressen, Funktionen, Bauzeit, Spielstätten-Dauer, Sitzplatz-Zahl, Tipps – die promovierte Kunsthistorikerin legt mit ihrem neuen Buch „Da ist Musik drin! Die Spielstätten des Schleswig-Holstein Musik Festivals“ eine Fleißarbeit vor. Passend zum Termin des ersten von 14 Konzerten im Kreis Pinneberg (Donnerstag, 20 Uhr mit Cellistin Sol Gabetta in Haseldorf – ausverkauft), können sich Musikfans auf eine 111 Seiten starke Kulturreise durch Schlösser, Herrenhäuser und Kuhställe begeben.


Wedel und Schenefeld fehlen


Die Reithalle in Elmshorn (seit 1991 mit 904 Sitzplätze), der Rinderstall in Haseldorf (seit 1991 mit 1150 Sitzplätze) und die Barockkirche von 1756 in Rellingen (seit 1987 mit 855 Sitzplätzen) – die etablierten Spielstätten werden ausführlich gewürdigt. Dass in dieser ersten Untersuchung das Forum in Schenefeld sowie der Schuppen 1 in Wedel – als relativ junge Spielstätten – nicht mit dabei sind, hat redaktionelle Gründe.

Mehr als 50 SHMF-Festivalbühnen nimmt Ohl akribisch unter die Lupe. Die Architektur-Expertin differenziert dabei zwischen „prachtvollen Schlössern, rustikalen Scheunen und Ställen, mittelalterlichen Kirchen und ehemaligen Industriehallen, noblen Museen, Hör- und Festsälen von Schulen und Universitäten sowie Messehallen und Nordseefähren“.

Ohl lässt nichts aus, konzentriert sich auf Geschichte und Architektur, Eigentümer und Eigenheiten der jeweiligen Spielstätte und rückt das besondere Flair des Festivals in den Mittelpunkt. Ein Ereignis, das seit 1986 jeden Sommer international gefeierte Dirigenten, Solisten und Orchester in den Norden lockt – ein musikalisch-atmosphärisches Paradies für etwa 150 000 Menschen.

Der Blick hinter die Kulissen ist spannend zu lesen – eine perfekte Begleitlektüre für diejenigen, die sich nicht nur für sieben Festivalwochen von Zahlen, Daten und Fakten des Festivallandes berauschen lassen wollen.

> www.wachholtz-verlag.de

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