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Wie eine Tüte voller Wunder : Erster Rotkreuz-Shop im Kreis in Pinneberg eröffnet

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erster Rotkreuz-Shop im Kreis gestern in der Pinneberger Fußgängerzone eröffnet. Mehr als 200 Artikel für kleines Geld im Angebot.

Pinneberg | „Seit 15 Jahren habe ich es mir gewünscht, aber nicht den Mut dazu gehabt“, sagte Susi Wohlers, Vorsitzende des DRK Pinneberg. Gestern hat sich ihr Traum endlich erfüllt: In Pinneberg hat der erste Rotkreuz-Shop in der Dingstätte 45 eröffnet. Wohlers und Bürgermeisterin Urte Steinberg zerschnitten ein paar Minuten nach 10 Uhr ein Band, dann strömten die ersten Käufer in den DRK-Laden, der den Namen „Wundertüte“ trägt.

„Wir wünschen uns viele Kunden, die sich wundern, was alles in die Tüte geht“, sagte Wohlers, die die Glückwünsche vom DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle und von Wolfgang Krohn, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Pinneberg, entgegennahm. Von der Bürgerstiftung VR Bank gab es eine Finanzspritze.

Das Kaufhaus ist in einem ehemaligen Modehaus untergebracht. Der Vormieter, Kaufmann Hermann Kunstmann, hat dem DRK die Einrichtung überlassen. „Mit viel Engagement haben die Helfer und Helferinnen den Laden renoviert und ausgestattet. Mehr als 200 Preisschilder wurden an den Waren angebracht“, informierte die DRK-Ortsvereinsvorsitzende. Unzählige Bekleidungsteile wurden vor dem Aufhängen gebügelt. Es gebe nur Einzelstücke. Die aber zum kleinen Preis: die Hose für sechs Euro, die Bluse für vier und Schuhe für fünf Euro. Auch Haushaltsgeräte zum Preis von etwa 15 Euro gibt es im DRK-Shop zu kaufen. 31 Helfer werden sich künftig um den reibungslosen Betrieb kümmern. „Das ist Ehrenamt pur“, sagte die Bürgermeisterin. Das Konzept, das aus Dänemark komme, sei eine gute Idee, so Steinberg.

Wohlers schätzt, dass es bundesweit etwa 400 solcher Läden gebe. Als Konkurrenz beispielsweise zum Pinneberger Sozialkaufhaus sieht sie den Rotkreuz-Shop nicht. „Bei uns darf jeder einkaufen. Egal, wie er situiert ist“, so Wohlers, die sich auch auf Flüchtlinge als Kunden freut.

Das DRK ist weiter auf Kleiderspenden für die „Wundertüte“ angewiesen. Die können zu den Öffnungszeiten von montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr im Laden selbst abgegeben werden. Die Erlöse fließen in die soziale Arbeit des DRK.

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erstellt am 17.Sep.2015 | 16:44 Uhr

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