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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 14:17 Uhr

Erster Ellerhooper MS-Lauf geplant

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mireille-Christin Rehmann (28) plant Sportveranstaltung im Mai / Erlös des Tages soll Erkrankten zugute kommen

Es wird eine Premiere für Ellerhoop: Am Sonntag, 25. Mai, soll der erste MS-Lauf in der Gemeinde stattfinden. Organisiert wird die Veranstaltung von Mireille-Christin Rehmann. Die 28-Jährige hatte im Februar 2013 die Diagnose „Multiple Sklerose“ (MS) erhalten. Die Idee zum MS-Lauf kam der jungen Frau, als ihr Mann an einer ähnlichen Veranstaltung in Rendsburg teilnahm. „Ich möchte Wohltätigkeit und den Spaß am Sport verbinden“, sagt die Ellerhooperin. Zudem wolle sie sich ehrenamtlich engagieren. Veranstalter des Laufs sind der MTV Ellerhoop und die Freiwillige Feuerwehr.

Obwohl die Planungen für den Lauf erst seit Mitte Januar laufen, gebe es bereits einige Anmeldungen, so Rehmann. Start und Ziel der 6,5 Kilometer langen Strecke wird das Multifunktionszentrum im Ort sein. Der Weg führt die Läufer unter anderem durch ein Waldgebiet östlich der Gemeinde. Der Erlös des Tages soll dem Landesverband Schleswig-Holstein der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) zugute kommen. „Die DMSG unterstützt MS-Betroffene“, erläutert Rehmann. Teilnehmen kann jeder – unabhängig davon, ob er mit der Krankheit etwas zu tun hat oder nicht. „Je mehr Läufer, desto besser“, betont die 28-Jährige.

Der Startschuss am 25. Mai ist für 11 Uhr geplant. Die Ausgabe der Startunterlagen erfolgt am Veranstaltungstag zwischen 9 und 10.30 Uhr. Die Zeiten der Läufer werden elektronisch gemessen. Rehmann plant zudem ein Rahmenprogramm mit Kaffee- und Kuchenverkauf sowie eine Tombola, für die sie derzeit Spenden sammelt. Auch die DMSG wird vor Ort sein. Die Veranstaltung endet gegen 16 Uhr.

Bei der 28-Jährigen war die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ – wie die MS auch genannt wird – vor etwa einem Jahr diagnostiziert worden. Bei der Erkrankung des Nervensystems schädigen verstreut auftretende Entzündungen die Schutzschicht um die Nervenfasern. Signale können dann nicht mehr richtig übertragen werden. Erste Symptome waren bei Rehmann im Dezember aufgetreten. „Mir ist häufiger der Arm eingeschlafen, er wurde taub“, erzählt sie. Auch leichte Lähmungserscheinungen habe sie gehabt.

Die Diagnose sei jedoch kein Rückschlag für sie gewesen: „Ich sehe das nicht als Strafe. Man wächst mit seinen Aufgaben.“ Zudem habe sie von ihrer Familie und ihren Freunden jede Unterstützung bekommen, erzählt Rehmann.

Mit Hilfe des Laufs möchte sie die Menschen auch für das Thema MS sensibilisieren und Neubetroffenen Hoffnung geben. „Man kann mit der Krankheit normal weiter leben“, berichtet sie. „MS ist nicht heil-, aber behandelbar.“


>ellerhooper-ms-lauf.weebly.com

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erstellt am 31.Jan.2014 | 16:40 Uhr

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