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Bönningstedt : Erste Wohnung für Flüchtlinge ist fertig

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde beendet den Umbau. Kirche hilft bei der Integration.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Bönningstedt | Die erste Wohnung für Asylbewerber in Bönningstedt ist fertig und kann bezogen werden. Das teilte Bürgermeister Peter Liske (BWG) am Donnerstagabend im Ausschuss für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Senioren mit. Die Wohnung gehörte bereits der Gemeinde und war bisher vermietet worden. Nachdem die Bewohner ausgezogen waren, wurden die Räume umgebaut und stehen ab sofort für Migranten zur Verfügung.

Bisher wurden Flüchtlinge in Pensionen untergebracht, wenn sie nach Bönningstedt kamen. Etwa zehn Asylbewerber leben derzeit in der Gemeinde. Wie in allen anderen Kommunen sei aber die Tendenz stark steigend, sagte Liske. „Die Zahl der Flüchtlinge verdoppelt sich in immer kürzeren Abständen“, so Liske. Solange es Krisenherde in der gesamten Welt gebe, sei nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Deshalb hat die Gemeinde eine zweite Wohnung gemietet, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Zusätzliche Unterkünfte werden dringend gesucht. Die Gemeinde wäre bereit, sowohl zu mieten als auch zu kaufen. Wer etwas anzubieten hat, kann sich unter Telefon 04106-611230 an die Stadt Quickborn wenden.

Liske geht es aber nicht nur um die Unterbringung der Flüchtlinge. „Wir haben eine soziale Verantwortung und müssen deshalb versuchen, die Menschen zu integrieren“, sagte er. Diese hätten in ihrer früheren Heimat häufig unendliches Leid erfahren. Es reiche nicht aus, Wohnraum zu schaffen. Es sei auch erforderlich, sich um die Migranten zu kümmern. Ansonsten hätten diese keine Chance, sich in einer völlig fremden Umgebung zurechtzufinden. Um ihnen dabei zu helfen, arbeitet die Gemeinde eng mit der evangelisch-lutherischen Simon-Petrus-Kirchengemeinde in Bönningstedt zusammen. Pastor Christopher Fock habe bereits seine Unterstützung zugesagt, sagte Liske.

Der Bürgermeister hofft auf weitere Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und den Flüchtlingen zur Seite stehen. Kontakte zu den Behörden, Hilfen beim Einkaufen oder einfach nur die Möglichkeit, mal mit jemandem zu sprechen – es gebe viele Möglichkeiten, etwas für die Neuankömmlinge zu tun.

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