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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 07:45 Uhr

Erste Triebe durch Grünpatenschaft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Interfraktionelle Initiative Enthüllung einer Hinweistafel am Halstenbeker Bogenweg / Ziel: Gleichgewicht der Natur schaffen

Malven, Akelei, Dost (Origanum), Habichtskraut und Erdbeeren hat Ursula Grünberg für ihr Patengrundstück ausgesucht, ein kleines Dreieck am Bogenweg, für das sie die Verantwortung als ehrenamtliche „Grünpatin“ übernommen hat. Heimische Kräuter und Sträucher sollen hier gedeihen. Nicht nur Passanten sollen daran ihre Freude haben, sondern vor allem fliegende Insekten auf Nahrungssuche.

Das erste Grün treibt bereits zarte Triebe aus dem Boden. Das nahmen die Initiatoren der Grünpatenschaften jetzt zum Anlass, hier eine Hinweistafel aufzustellen, die Nachahmer inspirieren soll: „Dies ist eine Grünpatenfläche auf öffentlichem Grund“, heißt es darauf. „Sie wird privat, naturnah und ehrenamtlich gepflegt.“ Im Internet könne man mehr erfahren.

Wenige schauten zu, als Karen Schröder (Die Grünen) die Tafel enthüllte. Ganz Halstenbek sei doch zu dieser kleinen Feier eingeladen worden, seufzte Wolfgang Pipping (FDP), Sprecher der Initiative.

Das Projekt geht auf eine parteiübergreifende Initiative des Ausschusses für Landschaft und Umwelt zurück. Ziel ist es, brach liegenden öffentlichen Flächen wieder Leben einzuhauchen. Initiator Jürgen Heidorn hat dazu eine bebilderte Broschüre geschaffen. Sie soll den Paten die Auswahl der richtigen Pflanzen erleichtern, um das gestörte Gleichgewicht der Natur zu reparieren. „Wir vernichten die Insekten, aber ohne sie verhungern die Vögel, also müssen wir erstmal dafür sorgen, dass es wieder brummt und summt“, sagte Pipping.

Ehe die Bürger aber zu Schippe und Hacke greifen, sollten sie sich vergewissern, welche öffentlichen Quadratmeter für solche Patenschaften zur Verfügung stehen, mahnte der Politiker. Es gebe auch rechtliche Gründe, die als ersten Schritt einen Vertrag mit der Gemeinde nötig machen, machte Pipping deutlich. Die Haftung sei zu regeln, mögliche Unfallgefahren müssen in Betracht gezogen werden. Erst wenn alles geklärt ist, könne ein neuer Pate oder eine Patin sich getrost an die Arbeit machen.

Zusätzlich hoffen die Initiatoren, dass sich auch Privateigentümer von Brachflächen inspirieren lassen, der ursprünglichen Natur wieder eine Chance zu geben. Nicht nur die Umwelt profitiere davon, „unser aller Lebensqualität“ werde verbessert, so ihre Botschaft.

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www.halstenbek.de





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