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Landwirtschaft im Kreis Pinneberg : Ernte besser als im Vorjahr

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Die Bauern in der Region haben Grund zu Freude: Das Top-Wetter beschert ihnen Top-Erträge. Die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland könnten jedoch Einfluss auf Preise im Kreis Pinneberg haben.

pinneberg | Kreis Pinneberg Die Landwirte im Kreis Pinneberg können in diesem Jahr zwei Wochen früher ernten als üblich. „Die Vegetation ist durch das gute Frühjahr schon weit“, erläuterte Uwe Harmann, Verwalter des Guts Seestermühe. Die Erträge von Getreide und Raps seien zwar nur guter Durchschnitt, damit aber deutlich besser als in den vergangenen zwei Jahren.   „Hier im Norden haben wir sehr gutes Wetter: Die Landwirte können gut dreschen“, ergänzte Georg Kleinwort, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Pinneberg.

Wermutstropfen seien jedoch die Preise: Mit 30 Prozent weniger Erlös als noch vor einem Jahr rechnet Harmann. Kleinwort hingegen verwies auf den globalen Markt, der die Preise bestimme. Er vermute, dass die Sanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland – einem der Hauptexportländer für Getreide – Auswirkungen auf die Preise haben  und zu besseren Erlösen für die deutschen Bauern führen könnten.

Auch auf die Obstpreise könnten sich die Sanktionen auswirken – allerdings negativ, sagte Kleinwort.  Russland hatte am vergangenen Mittwoch für Obst und Gemüse aus Polen „wegen Verstößen gegen die Lebensmittelsicherheit“ einen Importstopp verfügt. „Polen exportiert viel Obst nach Russland“, sagte Kleinwort. Wenn dies nicht mehr möglich sei, könnten polnische Waren auf den deutschen Markt drängen und somit die Preise nach unten regulieren.

Insgesamt sei die Ernte  im Kreis Pinneberg sehr zufriedenstellend verlaufen, so der Kreisbauernverband. Insbesondere für die Dachkirschen, die unter einem Plastikdach wachsen, seien die Bedingungen optimal gewesen. 40 Prozent der Freilandkirschen seien durch Regen geplatzt.

Die ersten Frühäpfel können laut Kleinwort bereits in zwei Wochen geerntet werden. Lediglich acht Prozent der Früchte hätten einen Hagelschaden. „Bei den Birnen haben wir 42 Prozent Schaden, die können wir nicht mehr als erste Klasse vermarkten“, sagte der Landwirt.

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erstellt am 04.Aug.2014 | 11:17 Uhr

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