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Diskussion in Hasloh : Ernst Dieter Rossmann: „Die Schule muss im Dorf bleiben“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bundespolitiker Ernst Dieter Rossmann (SPD) diskutiert mit Hasloher Politikern.

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Hasloh | „Gemeinden wie Hasloh benötigen andere Wege der Bezuschussung“, stellte der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann während seines Jahresgesprächs mit den Genossen der Gemeinde fest. Hintergrund ist die finanzielle Lage Haslohs: Die Pflicht-Ausgaben – wie etwa Kosten für Schule und Kindertagesstätten – übersteigen die Einnahmen des Orts. Zusätzlich zum sogenannten strukturellen Defizit des Haushalts kommen Investitionen in Millionenhöhe, um den Betrieb der Grundschule dauerhaft zu sichern.

„Hasloh darf sich nicht davon abbringen lassen, die Schule muss im Dorf bleiben“, betonte Rossmann. Es sei wichtig, für junge Familien attraktiv zu bleiben und auf diesem Weg mehr Einnahmen für die Gemeinde zu generieren. Ein zweiter essenzieller Schritt sei die Transparenz der Finanzlage. „So lange keine Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre vorliegen, kann Hasloh keine Fehlbedarfszuweisungen erhalten“, erklärte der Bundespolitiker. Diese jedoch seien notwendig, um Investitionszuschüsse des Bundes zu bekommen.

„Wir brauchen einen runden Tisch mit Politikern von Bund, Land und Gemeinde, um Lösungen zu finden“, forderte Rossmann und versprach, sich für derartige Gespräche einzusetzen. Zudem wolle er in Erfahrung bringen, ob möglicherweise finanzielle Zuwendungen aus Mitteln des Denkmalschutzprogramms für die Grundschule in Frage kommen könnten.

„Hasloh hat viel geschafft, wie zum Beispiel den Anschluss ans Breitbandnetz, der mit vorbildlichem Engagement der Bürger erreicht wurde“, sagte Rossmann. Doch angesichts der aktuellen Lage herrsche bei ihm und den Politikern der Gemeinde große Nachdenklichkeit.

„Hasloh darf in dieser Situation nicht allein gelassen werden, wir brauchen Unterstützung“, mahnte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Es gelte, die Infrastruktur für Familien weiter zu verbessern, auch im Hinblick darauf, dass die Gemeinde weiter wachsen werde. „Wir benötigen Nachmittagsangebote für die Schulkinder“, nannte Brummund als aktuelles Beispiel.

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