Erleichterung im Appener Jupita

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Politik spricht sich gegen Reduzierung des Jugendzentrum-Angebots aus

shz.de von
31. August 2018, 16:33 Uhr

Das Appener Jugendzentrum Jupita soll weiterhin an fünf Tagen pro Woche ein fester Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche sein. Dafür sprach sich am Dienstagabend im Bürgerhaus einstimmig der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales aus. Damit der Betrieb von Montag bis Freitag gesichert ist, segnete der Ausschuss die Verlängerung des Kooperationsvertrages mit der Gemeinde Heist ab.

Der seit 2012 immer mittwochs angebotene Mädchentreff, angeboten von Kim von der Reith, Jugendpflegerin in Heist, ist allerdings schon seit Februar Geschichte. Mangels Nachfrage wandelte das Jugendzentrum den Mädchentreff zum offenen Angebot für alle um. Eine Änderung, die sich laut Jupita-Leiter Kai Semmelhack (Foto)bewährt hat. Deshalb war Semmelhack auch schockiert, als in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung empfohlen wurde, den am 31. Dezember auslaufenden Kooperationsvertrag zwischen Heist und Appen nicht zu verlängern. Er kritisierte, dass mit ihm keine Rücksprache gehalten und von der Reith nicht zur Sitzung eingeladen worden sei. Semmelhack betonte, dass sich die Zusammenarbeit mit der Jugendpflegerin aus Heist etabliert habe und diese längst eine feste Ansprechpartnerin für die Appener Jugendlichen sei. Argumente, die die Politik überzeugten. „Wir wollen das Angebot nicht reduzieren“, sagte Michael Seus (CDU). Dieser Auffassung schlossen sich alle Fraktionen an, so dass das Jupita weiter an fünf Tagen pro Woche geöffnet ist.

Über die Arbeit im Jugendzentrum hatten sich die Politiker bereits vor der Sitzung während einer Besichtigung der Einrichtung informiert. Semmelhack berichtete im Ausschuss, dass der PC-Raum nicht mehr benötigt werde und deshalb zum Fußball-Raum mit Kicker-Tisch umgebaut werden solle. Da so gut wie alle Jugendlichen über ihr Handy ins Netz gingen, würden Computer mit Internetzugang kaum noch benutzt, erklärte er. Ein weiterer Wunsch Semmelhacks ist mehr Öffentlichkeitsarbeit für die Angebote: „Es wäre schön, wenn die Gemeinde mehr für uns wirbt.“ Appen könne schließlich stolz sein, ein solches Jugendzentrum zu haben.

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