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Pinneberger Tageblatt

22. September 2017 | 06:39 Uhr

Erleichterung auf allen Seiten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schule Rugenbergen Bürgermeister, Amtsvorsteher und Schulleiterin begrüßen die Einigung im Streit um die Trägerschaft

Die Erleichterung war Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstagabend deutlich anzusehen: Für die Schule Rugenbergen konnten die drei Gemeinden Ellerbek, Hasloh und Bönningstedt endlich eine Lösung finden.

„Wir haben uns während des letzten Gesprächs über alles verständigen können und haben eine Einigung erzielt“, berichtete Brummund den Ausschussmitgliedern. Es sei nun doch möglich gewesen, alle Unstimmigkeiten zu klären. „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass wir es so schnell alles regeln können“, betonte Brummund.

Er berichtete weiter, dass die Einigung nicht ganz einfach war. „Wir mussten erhebliche Zugeständnisse machen, ansonsten wären wir nicht zu einer Lösung gekommen“, sagte Brummund.


Geforderte Zahlungen werden geleistet


Ein Zugeständnis für die Gemeinde Hasloh ist die Akzeptanz der nachträglichen Amtsumlage. Brummund betonte, dass er ursprünglich keine nachträgliche Amtsumlage zahlen wollte. „Wenn wir die nun bezahlen, können wir einen Haken unter die Angelegenheit setzen. Dann ist die Sache abgeschlossen“, sagte Brummund.

Es sei notwendig gewesen, dass alle Gemeinden aufeinander zugehen. „Alle mussten Abstriche machen“, so das Resümee des Bürgermeisters.

Ausschussvorsitzender Gunnar Schacht (SPD) lobte den Einsatz des Bürgermeisters: „Das Ergebnis ist wirklich Gold wert.“ Es sei wichtig gewesen, die Zukunft der Schule dauerhaft zu sichern und den Streit beilegen zu können. Einstimmig empfahl der Finanzausschuss der Gemeindevertretung die Bereitstellung der Kosten für die Amtsumlage an das Amt Pinnau.

Auch Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG) berichtete am Donnerstagabend während der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Senioren von dem Durchbruch bei den Verhandlungen. „Alle Weichen für die Zukunft dieser großartigen Schule sind nun gestellt – jeder musste in einen sauren Apfel beißen“, sagte Liske. Er sei froh, dass es zu keinen Kündigungen von Mitarbeitern kommen müsse. Formal sei damit der Streit um die Ausamtung nun beigelegt. „Aber es wird noch lang dauern, bis alle Wunden verheilt sind“, betonte der Bürgermeister.


Erst sauberer Schnitt, dann Neuanfang


Amtsvorsteher und Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) sagte: „Ich bin sehr froh, dass wir das zum Abschluss bringen konnten.“ Er werde seiner Gemeinde empfehlen, dem Ergebnis zuzustimmen. „Die Einigung war nur möglich, weil alle aufeinander zugegangen sind“, betonte Hildebrand.

Für Detlef Brüggemann, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Pinnau, stand von vornherein fest, dass erst die Finanzen geregelt werden müssen, bevor über die Trägerschaft gesprochen werden kann. „Wir wollen mit vernünftigen Partnern arbeiten, das ist jetzt möglich“, sagte er. Nach diesem sauberen Schnitt könne ein Neuanfang gewagt werden. „Es wäre sehr unglücklich gewesen, wenn es zu einer zwangsweisen Mitgliedschaft in einem Schulzweckverband gekommen wäre“, sagte er.

Und der scheidenden Schulleiterin Maike Hinrichsen fiel ein Stein vom Herzen: „Ich freue mich sehr über die Einigung“, sagte sie. Das werde die Findung des neuen Leitungsteams und deren Arbeit sehr erleichtern. „Außerdem ist das das schönste Abschiedsgeschenk für mich“, so Hinrichsen.

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