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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 14:38 Uhr

Appen : Erinnerung an einen Traum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gedenkkonzert in Appener Kirche: Vor 60 Jahren rief Martin Luther King in Washington zur Gleichstellung aller Menschen auf.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2013 | 13:00 Uhr

Mittwoch, 28. August 1963, ein brütendheißer Spätsommertag in Washington.. Weise und mit dem Hauch eines Lächelns im Gesicht schaut Abraham Lincoln von seinem Marmorstuhl hinab 100 Jahre zuvor hatte der 16. Präsident der Vereinigten Staaten die Sklaverei abgeschafft – und wird nun, ein Jahrhundert später, Zeuge eines weiteren historischen Ereignisses. Denn rund um das „Lincoln Memorial“ haben sich rund 250 000 Menschen versammelt, um für eine vollständige Gleichstellung aller Menschen zu demonstrieren.

„Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt“, ruft der Bürgerrechtler Martin Luther King der jubelnden Menge zu. Knapp ein Jahr später hebt US-Präsident Lyndon B. Johnson die Rassentrennung auf, King wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Magie des Augenblicks ist bis heute nicht aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden. Auch nicht aus dem von Frank Schüler und Rainer Knappek. Der Pastor der St. Johannes-Kirchengemeinde Appen und der in Hamburg arbeitende Musiklehrer haben gemeinsam ein Programm auf die Beine gestellt, das die Ereignisse vor 60 Jahren musikalisch reflektiert und am Freitag, 6. September, in der St.-Johannes-Kirche in Appen stattfinden wird.

 „Wir wollten ursprünglich am vergangenen Mittwoch, dem eigentlichen Jubiläumstag, auftreten, aber das war aus Termingründen leider nicht möglich“, sagt Schüler. Schon länger habe er ein Gemeinschaftsprojekt mit Knappek geplant gehabt, der sich im Gemeindehaus sehr für Jugendliche engagiere. „Er kennt sich mit der Entwicklung der Musik der Afroamerikaner gut aus, von daher eignet sich der 60. Jahrestag der King-Rede als Anlass gut, so Schüler weiter. Knappek stimmt ihm zu. „Ich kann mich an das Ereignis in meiner Jugendzeit noch sehr gut erinnern. Die Rede und ihre Auswirkungen haben damals einen tiefen eindruck auf mich hinterlassen “, so der 62-Jährige.

In dem Konzert will Knappek, chronologisch geordnet, die gesamte Bandbreite „schwarzer“ Musik präsentieren. „Das reicht von Spirituals und Worksongs, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden über Gospels, Jazz, Rhythm and Blues bis hin zum Soul“, erzählt er. Die meisten Stücke wird er auf der Querflöte spielen, andere singen. Bei wieder anderen soll das Publium in den Gesang einbezogen werden. Zwischen den einzelnen Liedern wird Pasot Schüler Teile der berühmten Rede Kings sowie zum Thema passende eigene Texte rezitieren.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und soll in etwa eine Stunde dauern. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter freuen sich allerdings über Spenden. Diese sollen zu jeweils gleichen Teilen dem Verein „Appen hilft“, der sich für bedürftige Kinder einsetzt sowie einem sozialen Projekt in der südindischen Stadt Sivakasi zugute kommen. Eine ehemaliger Appener Konfirmant betreibt laut Schüler dort ein Haus, das Straßenkindern ein Dach über dem Kopf bietet.

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