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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 12:14 Uhr

Rellingen : Erinnern an das Sehnsuchtsland

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rathausvitrine für Exponate aus Ostpreußen, Pommern und Danzig: Bürgerstiftung spendet Heimatverein 1200 Euro.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2013 | 15:00 Uhr

Erinnerungsmalereien von Vertriebenen und Reiseführer durch ein vergessenes Land: Nicht nur solche Exponate, sondern weitere an den Rellinger Ortsverbandes des Bundes der Vertriebenen Deutschlanderinnernde Wertgegenstände sind in der neuen Vitrine des Rathauses zu finden. Sie zeigen Fotografien des ersten Ortsvorsitzenden Walter Thiele sowie der 2012 verstorbenen letzten Vorsitzenden Erna Schappeit.

„Wir freuen uns über die Vitrine, die den Bürgern jederzeit zugänglich ist“, bedankte sich Bürgermeisterin Anja Radtke. Sie hoffe auf viele neugierige Besucher und sei froh, dass die Spende nun besonders den Senioren zu Gute komme. Bei der Vitrine handelt es sich um eine Spende des Vereins für Heimatkunde Rellingen.

Hintergrund: Der Ortsverband Rellingen des Bundes der vertriebenen Deutschen hat nach seiner Auflösung im Jahr 2012 der Bürgerstiftung Rellingen einen Betrag in Höhe von 2500 Euro zugewendet. Die Mitglieder des Stiftungsbeirats beschlossen nun, einen Teilbetrag in Höhe von 1200 Euro dem Heimatverein Rellingen zur Verfügung zu stellen. „Mit dem Geld sollte eine Vitrine angeschafft werden, die ihren Standort im Rellinger Rathaus hat“, erläuterte Klaus Parusel, Geschäftsführer der Stiftung. Im Rathaus wurde ein passender Standort für das gläserne Objekt gewählt. Sie steht im erstmals 1901 urkundlich erwähnten Teil des Rellinger Verwaltungshauses. Wieland Witt vom Verein für Heimatkunde bestückte die Vitrine. „Es ging uns darum, den Bund der Vertriebenen zu präsentieren“, so Witt. Alle fünf Monate werden neue Gsgegenstände in der Vitrine ausgestellt.

Erfreut über die Präsentation zeigten sich Mitglieder des Kreisverbandes der Vertriebenen Deutschen. „Wer die Heimat im Herzen trägt, kann auch für die Heimat, in der er lebt, etwas tun“, dankte der Kreisvorsitzende Erwin Krüger. Er könne Heimatvertriebenen und Geschichtsinteressierten nur empfehlen, das „versunkene Sehnsuchtsland“ Ostpreußen, Pommern und Danzig zu besuchen. Die Polen seien „sehr aufgeschlossen“.

 

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