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Quickborn-Hasloh : Ergebnisse des Architekten-Wettbewerbs zum Neubau des Gemeindezentrums vorgestellt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Haus als gemeinsame Aufgabe - ein Entwurf aus Hamburg konnte das Preisgericht am meisten überzeugen.

Hasloh | Schon seit 2013 gibt es in der evangelischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh Überlegungen, in Hasloh ein neues Gemeindehaus zu bauen. Jetzt wurden der Öffentlichkeit die Entwürfe vorgestellt, die während eines Wettbewerbs von fünf Architekten dafür angefertigt worden waren. Der Entwurf des Hamburger Architekten Stefan Scholz konnte das Preisgericht am meisten überzeugen. Im Gegensatz zu den anderen vier Entwürfen entschied sich Scholz für eine farbliche Abgrenzung der Kirche von dem Gemeindehaus.

Während die Kirche eine Holzfassade bekommen soll, erstrahlt das Gemeindehaus in weiß. „Es wäre zwar auch aus Holz, allerdings haben wir geplant, es zu verputzen“, erklärte Scholz bei der Gemeindeversammlung. Zahlreiche Hasloher wollten die Entwürfe genauer betrachten und warteten gespannt auf die Entscheidung des Preisgerichts.

Christiane Löwe, die die Gemeinde bereits seit 2007 berät und für die Projektplanung zuständig ist, erklärte den Besuchern detailliert, welche Kriterien für die Jury wichtig waren. Nach einer Vorprüfung wurden die ersten zwei Entwürfe ausgeschlossen. „Dabei wurde unter anderem darauf geachtet, ob das Gebäude gut auffindbar ist, wie der Baukörper gestaltet ist, was für Materialien genutzt wurden und wie die Räume miteinander verbunden sind“, berichtete Löwe.

Für Scholz ist es sehr wichtig, die Kirchengemeinde am Bau zu beteiligen. „Ich freue mich, dass ich das Gemeindehaus zusammen mit ihnen bauen darf. Meine Idee war es von Anfang an, die Gemeinde zu mobilisieren und in die Entwicklung einzubeziehen“, so Scholz.

Projektleiterin Christiane Löwe erklärte den Besuchern die  genauen Kriterien für die Beurteilung der Entwürfe. (Foto: Hofmann)
Projektleiterin Christiane Löwe erklärte den Besuchern die genauen Kriterien für die Beurteilung der Entwürfe. (Foto: Hofmann)
 

Sein Entwurf stieß jedoch nicht nur auf positives Feedback. Besonders die Holzfassade des Kirchenteils sorgte für Gesprächsbedarf. „Holz ist sehr empfindlich und muss ständig behandelt werden“, sagte ein Besucher. Auch die Haltbarkeit des Baustoffs sowie die weiße Außenfassade wurden angezweifelt. „Die Farbe muss etwa alle fünf Jahre erneuert werden, damit sie für das Auge ansprechend ist“, sagte Scholz. Auch hier sahen einige Besucher Probleme aufkommen. „Das ist ein sehr hoher finanzieller Aufwand“, sagte eine Besucherin. Scholz betonte, dass dies nur ein Entwurf sei.

Die Entscheidung zur Verwirklichung trifft am Ende der Kirchengemeinderat und auch da können noch Änderungen an der Planung vorgenommen werden. „Bedingung der Gemeinde war ja schließlich auch, dass die beiden Glocken, die Orgel sowie die Fenster mitgenommen werden können. Das muss alles noch mit einbezogen werden“, erklärte Löwe. Bis spätestens zum Sommer 2017 muss das neue Gebäude stehen. Bis dahin wird das jetzige Gemeindehaus im Mittelweg 2 abgerissen sein.

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