Volksbank Pinneberg-Elmshorn : Erfolgreiches Jahr für die neue Bank

Zwölf Millionen Gewinn: Doch Volksbank Pinneberg-Elmshorn spürt Wettbewerb.

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20. Mai 2015, 12:30 Uhr

Pinneberg/Elmshorn | Eine gewachsene Bilanzsumme, größere Kundeneinlagen, Zuwächse im Wertpapiergeschäft und eine Eigenkapitalquote, die bereits jetzt künftige Anforderungen erfüllt: Die Volksbank Pinneberg-Elmshorn zieht ein positives Fazit des Geschäftsjahres 2014, in dem die Bank einen Gewinn von zwölf Millionen Euro erwirtschaftete. Für die Zukunft rechnen die Vorstände mit einem intensiven Wettbewerb und steigendem Rationalisierungsdruck, insbesondere für kleinere Banken. Perspektivisch sieht Vorstandsmitglied Horst Alsmöller deswegen eher weniger Mitarbeiter als derzeit.

Um 60 Millionen Euro oder 3,5 Prozent auf insgesamt 1,8 Milliarden Euro stieg die Bilanzsumme der Genossenschaft im vergangenen Jahr. Auch die Kundeneinlagen erhöhten sich und betrugen 1,4 Milliarden Euro. „Wir haben eine gute Substanz“, so Vorstand Uwe Augustin. Das drücke sich auch in der Eigenkapitalquote von 18,3 Prozent aus, einem Wert, der schon jetzt die Anforderungen der Bankenregulierung (Basel III) erfülle. Freuen können sich auch die mehr als 43000 Mitglieder der Genossenschaft. An sie werden insgesamt 1455978 Euro als Dividende ausgeschüttet. Es ist das erste Geschäftsjahr nach der Fusion von VR Bank Pinneberg und Volksbank Elmshorn. Mit 452 Mitarbeitern betreut das Unternehmen 87433 Kunden.

Als es während der Bilanzpressekonferenz der Volksbank Pinneberg-Elmshorn darum geht, das vergangene Geschäftsjahr in wenigen Worten zu bewerten, sind sich die Vorstände plötzlich uneins. „Zufriedenstellend“, sagte Uwe Augustin. „Sehr zufriedenstellend“, ergänzte dessen Kollege Horst Alsmöller. Zuvor hatten die beiden gemeinsam mit Stefan Witt eine Bilanzsumme von 1,8 Milliarden Euro verkündet, was einer Steigerung von 3,5 Prozent im Vergleich zu 2013 entspricht. Die Fusion von VR Bank Pinneberg und Volksbank Elmshorn, ein beherrschendes Thema im vergangenen Jahr, konnte erfolgreich und ohne größere Probleme abgeschlossen werden.

„Spannend und arbeitsreich zugleich“, so beschreiben die drei Vorstände das erste Geschäftsjahr der neuen Volksbank Pinneberg-Elmshorn. Nachdem die Eintragung ins Genossenschaftsregister Ende Juli geschehen war, erfolgte im Oktober die sogenannte technische Fusion, sprich die Zusammenführung von Kundenkonten und Rechnungswesen. „Es gibt immer kleine Reibungspunkte, aber grundsätzlich hat alles gut funktioniert“, bilanzierte Stefan Witt.

Rücklagen können gestärkt werden

6,5 Prozent oder insgesamt 1.455.978 Euro − so hoch wird nach derzeitigem Stand die Dividende sein, die an die Mitglieder ausgeschüttet wird. Zudem könne die Genossenschaft ihre Rücklagen weiter stärken, so Horst Alsmöller. Mit einer Eigenkapitalquote von 18,3 Prozent seien bereits jetzt die künftigen Anforderungen der Bankenregulierung („Basel III“) erfüllt. „Wir haben eine gute Substanz“, so Alsmöller. Der erwirtschaftete Gewinn vor Steuern beträgt zwölf Millionen Euro, davon gehen 4,4 Millionen Euro als Steuern ab. Damit sowie 210.000 Euro für gemeinnützige Institutionen habe die Volksbank die Region nachhaltig gestärkt.

Für die Zukunft erwarten die Vorstände einen intensiven Wettbewerb. „Aufgrund der Bankenregulierung wird es für kleine Banken immer schwieriger“, so Alsmöller. Was die Mitarbeiterzahl von derzeit 452 betreffe, so werde sie perspektivisch nicht wachsen, sondern eher stag- nieren oder abnehmen.

Die Volksbank Pinneberg-Elmshorn betreut derzeit 87.433 Kunden in einem Gebiet von Wilster über Pinneberg bis Norderstedt. Sie betreibt 26 Geschäftsstellen, davon 20 im Kreis Pinneberg.
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