Geo-Ass aus Pinneberg : Er weiß über die Welt Bescheid

Dritter in ganz Schleswig-Holstein: Rolf Krüger, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulgeographen (v. l.), übergab Lennart Lehmann die Urkunde. Ortrud Bruhn, JBS-Schulleiterin, und Erdkunde-Lehrerin Malena Hartz sind stolz auf den 15-jährigen Schüler.
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Dritter in ganz Schleswig-Holstein: Rolf Krüger, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulgeographen (v. l.), übergab Lennart Lehmann die Urkunde. Ortrud Bruhn, JBS-Schulleiterin, und Erdkunde-Lehrerin Malena Hartz sind stolz auf den 15-jährigen Schüler.

Dritter Platz von 14.446 Teilnehmern im „Diercke Wissen – Geographie-Wettbewerb“ geht an Pinneberger Schüler Lennart Lehmann.

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22. Mai 2015, 10:00 Uhr

Pinneberg | Welches Land ist der weltweit größte Exporteur von Kakaobohnen? Was bedeutet der Begriff Tidenhub? Und wie lang ist eigentlich der Amazonas? Hätten Sie’s gewusst? Denn solche Fragen mussten die Teilnehmer des 15. „Diercke Wissen – Geographie-Wettbewerbs“ beantworten. In ganz Schleswig-Holstein haben 14.446 Schüler teilgenommen. Und ein Schüler der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule (JBS) räumte richtig ab: Der 15-jährige Lennart Lehmann hat es landesweit auf den dritten Platz geschafft.

„Der dritte Platz ist eine beachtliche Leistung“, sagte Rolf Krüger, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulgeographen, gestern Mittag in der JBS als er dem Schüler Lehmann die Urkunde übergab. Der 66-jährige Krüger war selbst Lehrer in Quickborn. Der leidenschaftliche Geograf entwirft seit 2002 in einem fünfköpfigen Team die Fragen für den deutschlandweiten Test. Der wird seit 15 Jahren gemeinsam vom Verband deutscher Schulgeographen und vom Westermann Verlag ausgeführt. In diesem Jahr haben bundesweit 300.000 Jungen und Mädchen teilgenommen. Geografie – wofür ist das überhaupt gut? „Na, in einer globalisierten Welt sollte man über gute räumliche Kenntnise verfügen. Das ist genauso wichtig wie Kenntnisse im Computerbereich“, antwortet Krüger.

27 Schüler der 7. bis 10.  Klasse der Pinneberger JBS machten mit. Der Neuntklässler Lehmann musste sich wie seine Mitstreiter erstmal in einem Test auf Klassenebene beweisen. Für den hatte er sich gar nicht vorbereitet. „Ich kann mir sowas in der Geografie einfach gut merken“, sagt er. Wie bei einer Klausur ging es bei der Prüfung zu. Danach lernte der 15-Jährige mit einem Atlas. Der nächste Test wurde auf Schulebene ausgetragen. Insgesamt 54 Schulen nahmen teil. Die JBS belegte in Schleswig-Holstein ebenfalls Platz drei. Als JBS-Sieger qualifizierte sich Lehmann für den Wettbewerb auf Landesebene. Dessen Erstplatzierte fahren in vier Wochen nach Braunschweig zum Finale. „Aber aus allen 16 Bundesländern bist du einer von 48 Schülern , die soweit gekommen sind“, sagte Krüger stolz.

Erdkunde-Lehrerin Malena Hartz kontrollierte die Tests und gab zu: „Die Fragen waren gar nicht so einfach. Es waren einige dabei, die wir auf Anhieb auch nicht wussten.“ Und, dass Lehmann eine wahre Glanzleistung hingelegt hat, bewies das Geografie-Profil der JBS-Oberstufe der Schule: Die Schüler hatten zur Probe ihr Wissen mit den Aufgaben getestet. „Keiner von ihnen hat die Punktzahl von Lennart erreicht“, berichtete die 28-jährige Hartz.

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