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Pinneberger Tageblatt

25. November 2017 | 12:40 Uhr

Er steht auf die Kaserne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Elektronik-Fachkräfte statt Soldaten: Mit Heiz.24 zieht ein erster Gewerbebetrieb auf das Areal in Eggerstedt

Sein Name ist Matthias Falkenberg. Er ist die Nummer eins. Der erste Gewerbetreibende, der sich neu auf dem Areal der Pinneberger Eggerstedt-Kaserne ansiedelt. Ein sportlicher Jungunternehmer, der sich Tag für Tag aufs Rad schwingt, von seinem Wohnhaus in Rellingen nach Pinneberg düst. Typ Macher. Falkenberg handelt mit Steuerungselementen für Heizungen. Im Internet. Ein boomender Markt. Bisher zahlte er seine Gewerbesteuern in Rellingen. Der Erfolg lockte ihn in die Kreisstadt.Denn Falkenbergs Firma benötigt mehr Platz.

Wir treffen den 42-Jährigen auf seinem Grundstück im Osten der Eggerstedt-Kaserne. Hier hat er 5300 Quadratmeter Boden erworben. Samt früher von der Bundeswehr genutztem Gebäude. Bislang hatte der Rellinger seinen Handel aus dem eigenen Wohnhaus geführt. Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa hatte Wind davon bekommen, dass Falkenberg eine Heimat für seine Firma Heiz.24 suchte. Und dem Unternehmer die Kaserne ans Herz gelegt. „Ich war sofort begeistert, als ich das Grundstück sah“, sagt der 42-Jährige. Er lobt die Zusammenarbeit mit Pinnebergs Wirtschaftsförderer.

Das 1985 erbaute Gebäude habe er in einem sehr guten Zustand vorgefunden, so Falkenberg. Im Gegensatz zu anderen Bauten auf dem Areal sei das Haus in den vergangenen Jahren weiterhin geheizt worden. Nur Schönheitsreparaturen stünden an. Die laufen auf Hochtouren. Die Erschließung des Geländes erfolge vom Thesdorfer Weg. Eine dafür benötigte Auffahrt ist bereits fertig gestellt. Im sechsstelligen Bereich werde investiert. Von bösen Überraschungen sei er verschont geblieben: „Hier war nichts kontaminiert“, sagt Falkenberg, der seit Februar umbaut.

Derzeit würden die für einen Internethandel unerlässlichen Highspeed-Datenleitungen installiert. Matthias Falkenberg handelt mit gebrauchter und neuer Elektronik. Weltweit. Zu seinen Kunden gehören Stadtwerke, die Bundeswehr, Handwerker und große Unternehmen wie Siemens. Schwerlastverkehr müssten die Anwohner des Thesdorfer Wegs nicht fürchten: „Unsere Ware wird mit Transportern geliefert.“

2009 hatte der Betriebswissenschaftler die Firma aus dem Boden gestampft. Zu seinen Umsätzen will er sich nicht äußern. Aber dass die Zeichen auf Wachstum stehen, macht er klar: Von derzeit zwölf soll die Anzahl der Mitarbeiter bis 2018 auf 25 wachsen. „Aktuell suchen wir dringend junge, motivierte Facharbeiter.“ Auch zwei Azubis könnten sich eine Ausbildungsstelle sichern.

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