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Bernd Tempelmann : Er ist ein Unternehmer-Urgestein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bernd Tempelmann ist seit 45 Jahren im Familienbetrieb tätig. Von 1985 bis 2004 leitete der Ingenieur die Feinwerktechnik-Firma in Pinneberg.

„Eigentlich bin ich ja schon viel länger als 45 Jahre dabei“, betont Bernd Tempelmann lachend. Doch auch wenn er schon als Kind im Unternehmen seines Vaters mitarbeitete, erst mit Abschluss seines Studiums stieg Tempelmann 1969 offiziell in den Familienbetrieb ein. Anfangs noch als normaler Angestellter. „Ich bin mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren“, erinnert sich der 70-Jährige. Erst 1971 wurde er Teilhaber von „Tempelmann und Sohn Feinwerktechnik“, wie der Betrieb damals noch hieß.

Das frühe Engagement war eine Selbstverständlichkeit in einer Familie, die gleich zweimal ein Unternehmen aus dem Nichts erschuf. Vater Helmut Tempelmann gründete einen Betrieb zur Herstellung von Pressstoff-Erzeugnissen in Magdeburg. Ende der 1950er muss die Familie dann fliehen. Tempelmann: „Die Behörden der DDR wollten meinen Vater enteignen.“ In Pinneberg fängt die Familie dann von vorne an.

Nach dem Ende seines Studiums ist Bernd Tempelmann das Bindeglied zwischen seinem Vater und der Produktion, außerdem für die Lehrlingsausbildung zuständig. 1985 scheidet sein Vater aus dem Unternehmen aus, das dann seinen heutigen Namen „Tempelmann Feinwerktechnik GmbH“ erhält. 2004 übergibt er dann den Staffelstab an seinen Sohn Hardy, seit 2009 ist Bernd Tempelmann als Berater tätig. „Ich bin hier der Frühstücksdirektor“, sagt er lachend. Das bedeutet aber immer noch, dass er fast jeden Tag vorbeischaut. „Die Arbeit macht einfach noch immer Spaß.“ Doch auch ohne die Projekte, die der Seniorchef noch immer in der Firma Tempelmann betreut, würde ihm wohl nicht langweilig werden. Er spielt begeistert Golf und Tennis und engagiert sich in den Vereinen. Die Geschichtsforschung ist ebenfalls eine Leidenschaft des 70-Jährigen. Seine Mitarbeiter mussten sich immer wieder spontan historische Daten abfragen lassen.

Sohn Hardy würdigte in seiner Ansprache die ruhige und sachliche Art seines Vaters – besonders in Krisensituationen. „Er hat in unserer Firma den Akkordlohn abgeschafft und sich für eine gerechtere Bezahlung eingesetzt.“ Er habe außerdem immer für eine familiäre Atmosphäre im Betrieb gesorgt. „Die Mitarbeiter der Firma konnten mit ihren Sorgen und Nöten immer zu ihm kommen.“

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